Ottweiler Adventsfenster

Ottweiler. "Ich bin absolut überwältigt. Was sind die Bilder schön", erklärte Hannelore Henn anlässlich der kleinen Vernissage bei Familie Grundhöver in den Kalköfen in Ottweiler sichtlich begeistert. Dann wurden alle Gemälde schnell wieder verhüllt, schließlich sollen sie der Öffentlichkeit auf ganz besondere Weise vorgestellt werden

Ottweiler. "Ich bin absolut überwältigt. Was sind die Bilder schön", erklärte Hannelore Henn anlässlich der kleinen Vernissage bei Familie Grundhöver in den Kalköfen in Ottweiler sichtlich begeistert. Dann wurden alle Gemälde schnell wieder verhüllt, schließlich sollen sie der Öffentlichkeit auf ganz besondere Weise vorgestellt werden. "Endlich ist fertig, was so lange gedauert hat. Die Idee in meinem Kopf ist ausgereift und wird schon sehr bald viele Menschen erfreuen", sagte Henn. Die Idee, Fenster im Advent mit Bildern zu gestaltet, hatte die Inhaberin des Presseshops in der Wilhelm-Heinrich-Straße 13 in Ottweiler schon vor Jahren, doch im Obergeschoss ihres Hauses sind es fünf Fenster, die zur Vorderseite liegen und schon hier gab es die erste Herausforderung. "Aber dann war es klar, schließlich gibt es neben den vier Adventssonntagen auch den Heilig Abend, und so kommt man ganz einfach auf die Zahl fünf", lachte sie. Und das tut sie gerne, für ihren Humor und die gute Laune ist die Geschäftsfrau in Ottweiler bekannt. Und für ihre Ideen. Die trug sie zufällig Liane Schöpfer, einer Ottweiler Hobbymalerin, vor. Schöpfer war begeistert und gleich bereit, aktiv zu werden für die Aktion. Schnell waren vier Mitstreiter gefunden, die ihre Kreativität spielen ließen. Material stellte die Geschäftsfrau, gab allerdings auch das Thema vor. "Es müssen weihnachtliche Motive sein und sie müssen etwas mit Ottweiler zu tun haben", lautete die Vorgabe an die Künstler. Für Liane Schöpfer sollte die Herbergssuche im Mittelpunkt stehen. Dafür baut sie in ihrem Werk noch einmal das Linxweiler Tor auf und lässt das Heilige Paar nach Ottweiler kommen. Für Sigrid Wälder ist Maria die Schlüsselfigur zur Weihnacht und so lässt sie den Engel der Verkündigung über der katholischen Pfarrkirche schweben. Historisch ist das Motiv von Inge Müller-Luxemburger, die den Viehhof mit der Vorweihnachtszeit verbindet. "Für mich gehören Schafe und Lämmer dazu", sagte sie. Eng verbunden mit Weihnachten ist für Irmgard Grundhöver die Geschichte der Drei Weisen. "Für mich sind es keine Könige, das steht so nirgends in der Bibel." Sie lässt ihre Akteure sich durch ein Ottweiler Stadttor auf die Suche nach dem Kind machen. Zufrieden in ihren Armen hält Maria das Jesuskind bei Wolfgang Fell, dem einzigen männlichen Künstler in der Runde. Er war ebenso wie seine Mitstreiterinnen gleich dabei, als die Anfrage von Hannelore Henn kam. Und er nutzte die Chance, als "Zugezogener" eine "schöne, viel zu selten gezeigte Ansicht vom Holzberg" auf seinem Werk einzufangen.Alle fünf Gemälde haben ein Format von 1,50 Meter auf 90 Zentimetern und passen genau in die Fenster. "Für uns heißt das bis Weihnachten im Dunkeln leben, denn die Bilder nehmen das ganze Tageslicht weg. Zudem werden sie bis zur Eröffnung des jeweiligen Fensters noch mit Klappläden vor neugierigen Blicken geschützt", erklärte Henn. Das erste Fenster wird sich an diesem Samstag, 28. November, um 17 Uhr öffnen. Die übrigen Bilder gibt es jeweils an den weiteren Adventssamstagen, ebenfalls um 17 Uhr, zu bestaunen. "Es müssen weihnachtliche Motive sein und sie müssen etwas mit Ottweiler zu tun haben."Hannelore Henns Vorgabe an die Künstler

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