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Anton-Hansen-Schule feierte musikalisch den Frühlingsanfang

Ottweiler. nig

Es muss "ungefähr das 15. Mal" gewesen sein, dass die Anton-Hansen-Schule zum sogenannten "Kulturabend vor den Osterferien" einlud. Ganz genau konnte das Schulleiter Klaus Jürgen Willms bei seiner Begrüßungsansprache selbst nicht mehr sagen. Egal. Denn eine neue Ära hat begonnen. Ab sofort heißt der Kulturabend nämlich "Anton's Sound of Spring", kurz ASS. Das bringe den Charakter der Veranstaltung besser zum Ausdruck, so Willms.

Es war ein sehr musikalischer, lustiger, abwechslungsreicher Frühlingsbeginn, den die Schüler unter Leitung von Dietmar Kempf im Foyer der Schule auf der Bühne zelebrierten. Dass der Musiklehrer mit der Schulband und den Mädchen der Sologesang-AG im Vorfeld ganze Arbeit geleistet hatte, war nicht zu überhören. Doch zunächst hießen die Fünftklässler die etwa 200 Gäste mit flotten Reggae-Rhythmen willkommen. Wie man ein weißes Tuch in Milch verwandelt, demonstrierte Jonas der Zauberer. Ein Wiederhören gab es mit Ex-Schülerin Milada Galbova, die letztes Jahr ihren Abschluss gemacht hat. Sich selbst auf der Gitarre begleitend und unterstützt von Manuel Galba auf der Percussion Box, begeisterte sie mit den "Oh love" von Green Day und Marc Forsters "Flash mich".

Zugabe-Rufe erschallten das erste Mal an diesem Abend nach der Darbietung der Zumba-Gruppe unter Leitung von Sabrina Winzent. Im Rahmen der Projekttage im Januar hatten sie zwei Tage lang Zumba-Choreographien einstudiert, die die zwölf Schülerinnen plus Lehrerin mit viel Power vorführten.

Nach der Pause interpretierte Julia Mundt mit grandioser Stimme "Stay with me" von Sam Smith, was mit Jubelrufen quittiert wurde. Was passiert, wenn der Wilde Westen auf Hip Hop trifft, zeigten die Tänzerinnen der Tanzwerkstatt von Susanne Sprung. Leuchtende Augen vor allem beim weiblichen Publikum verursachte Marc Lahutta. Der Weltmeister im Hip Hop 2009 zeigte, was er so drauf hat.

Zurück in den Schulalltag führte die Theater-AG die Zuschauer, die mit ihren Sketchen den ganz normalen täglichen Wahnsinn persiflierte. Patentieren lassen sollte sich die von Petra Lorenz gecoachte Gruppe die Fernbedienung, mittels derer die Mitschüler "leise gestellt" oder gar "gestoppt" werden können - ein schöner Beitrag für "mehr Wellness im Klassenzimmer".

Nach drei Stunden Kultur pur gab es noch mal reichlich Applaus. "Man lernt die Schüler von einer ganz anderen Seite kennen", stellte Vize-Schulleiterin Katja Strauß-Keller fest. Für die jungen Künstler selbst sei das Fest ein Erfolgserlebnis, dessen Motivationsschub den Frühling hindurch anhält.