| 20:41 Uhr

Brand
Feuer breitet sich von Garage auf Getränkemarkt aus

FOTO: BeckerBredel
Neunkirchen. 65 Feuerwehrleute im Einsatz.

Großen Schaden richtete ein Feuer in einem Getränkeabholmarkt zwischen Herder- und Auguststraße in Neunkirchen am Montagabend an. Das Feuer breitete sich binnen kurzer Zeit von der Garage, in der es ausgebrochen war, auf die sich direkt anschließende Halle des Getränkemarktes aus. In einem von zwei Seiten geführten Löschangriff konnte die Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen eine weitere Ausbreitung des Brandes verhindern und weite Teile der Halle vor den Flammen retten. Das hat Feuerwehrpressesprecher Christopher Benkert mitgeteilt.


Das Feuer brach in einer an den Getränkemarkt angebauten Garage, in der auch ein Auto abgestellt war, in einem Hof an der Auguststraße aus. Von der Garage aus sprang das Feuer im Dachbereich auf den Getränkemarkt selbst über und begann sich auch dort auszubreiten. Vor allem im Bereich eines Halbgeschosses in der Halle breitete sich der Brand aus und begann sich durchs Dach zu fressen. Rechtzeitig bemerkten die Bewohner einer Einliegerwohnung im ersten Obergeschoss des Getränkemarktes den Brand und verständigten die Feuerwehr über den Notruf.

Als das erste Löschfahrzeug des um 21.34 Uhr gemeinsam mit dem Löschbezirk Wiebelskirchen alarmierten Löschbezirkes Neunkirchen-Innenstadt am Getränkemarkt in der Herderstraße eintraf, liefen in der sich stetig mit Rauch füllenden Halle aufgeregt ein Mann und eine Frau, die Bewohner der Einliegerwohnung, umher. Die Beiden mussten durch einen Atemschutztrupp der Feuerwehr aus der verrauchten Halle hinaus ins sichere Freie gebracht werden. Auf dem Weg nach draußen wiesen sie den Feuerwehrleuten noch den Weg durch eine Hintertür der Halle zur brennenden Garage. In seinem Eifer zu helfen, so Benkert weiter, rannte der gerade erst gerettete Mann wieder zurück in die verrauchte Halle hinein, um den Feuerwehrleuten das elektrische Garagentor zu öffnen. Gerade noch konnten die Feuerwehrleute dies verhindern und ihn erneut ins Freie bringen. „In derartigen Extremsituationen neigen unter Stress und großer emotionaler Belastung stehende Menschen dazu, komplett irrationale Dinge zu tun und bringen sich und andere dabei mitunter unbewusst in große Gefahr“, erklärt der Feuerwehrsprecher die Reaktion des Mannes. Das gut gemeinte Öffnen des Garagentores hätte eine enorme Gefahr für die im Einsatz befindlichen Feuerwehrleute bedeutet. Durch die schlagartige Zufuhr großer Mengen frischer Luft beim Öffnen des Tores hätte sich das Feuer in Form einer Durchzündung rasend schnell und massiv ausbreiten können. Statt das Tor komplett zu öffnen, schnitt ein Feuerwehrmann mit einer Spezialsäge das Tor gezielt auf, während von einem weiteren Feuerwehrmann die heißen Rauchgase mit einem Wasserstrahl heruntergekühlt wurden. Dennoch loderte das Feuer erneut stark auf. Um es an seiner Ausbreitung zu hindern, nahmen es die Feuerwehrleute in die Zange. Sowohl vom Parkplatz des Getränkemarktes in der Herderstraße aus, als auch über den Hinterhof der Halle in der Auguststraße trugen die Feuerwehrleute einen Löschangriff mit Wasser und Schaum vor. Zusätzlich wurde das durch die Dachhaut der Halle durchgebrochene Feuer von oben mit einem Wasserwerfer vom Korb der Drehleiter aus bekämpft.

Um kurz nach Mitternacht konnte die Feuerwehr ihren Einsatz schließlich beenden. Mit 15 Einsatzfahrzeugen und 65 Feuerwehrangehörigen befanden sich die Löschbezirke Neunkirchen-Innenstadt, Wiebelskirchen und Wellesweiler im Einsatz. 

FOTO: BeckerBredel