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Ausstellung
Mystische Momentaufnahmen im Kuppelsaal

In Glastonbury gehörte das uralte Tor zu den besonderen Orten mit mystischer Vergangenheit.
In Glastonbury gehörte das uralte Tor zu den besonderen Orten mit mystischer Vergangenheit. FOTO: Hartmut Krinitz
Wemmetsweiler. In einer Live-Multivision zeigt Hartmut Krinitz am 28. Januar in Wemmetsweiler „Magische Orte“ in aller Welt. Ab dem 7. Januar sind Bilder dieser Show bereits vorab im Rathaus zu bestaunen.

Ergänzend und als Einstimmung zu seiner Live-Multivision „Magische Orte“ am 28. Januar stellt der Fotograf und Autor Hartmut Krinitz im Rathaus Wemmetsweiler 40 seiner schönsten Fotos dieses Projekts aus. Zu sehen sind sie vom 7. bis 28. Januar im Kleinen Kuppelsaal des Wemmetsweiler Rathauses. Eröffnung ist am Samstag, 6. Januar, 18 Uhr.


Seit Jahrtausenden faszinieren uns „Magische Orte“ wie Stonehenge, Mont Saint-Michel, Meteora und Carnac, die wir in einer von der Ratio geprägten, oft oberflächlichen Zeit wieder zunehmend neu entdecken, so heißt es in der Pressemitteilung. Hier versammelten sich die Ahnen, feierten, zelebrierten Rituale, suchten Kontakt zu den Göttern und vermaßen den Lauf der Gestirne. Doch was zeichnet diese Orte aus, zu denen wir uns seit Urzeiten hingezogen fühlen? Die Suche nach ihrem Geheimnis führte Hartmut Krinitz nicht nur zu weltbekannten Monumenten, sondern auf abenteuerlichen Wegen zu „vergessenen“ Stätten.

Verteilt über zehn Jahre unternahm er ungezählte Reisen kreuz und quer durch Europa, vom griechischen Berg Athos über die Bretagne zu winddurchwehten Inseln im Nordatlantik und von Lappland über Deutschland weiter nach Galizien, nach Finistère, ans Ende der Welt. Er besuchte Steinkreise und Dolmen in den weiten Landschaften Großbritanniens, Irlands, Portugals oder Schwedens, Felszeichnungen am Polarmeer und in den Alpen, Klöster und Burgen an uralten Versammlungsplätzen, mystische Gipfel und Kaps, an denen mit dem letzten Schritt auch die ewige Suche des Menschen endet.



Zahllose Genehmigungen, Hunderte von Kilometern zu Fuß, Touren mit Booten und Schiffen, 100 000 Kilometer mit dem VW-Bus und die Besteigung des heiligen Berges der Katalanen mit einem Esel säumten den Weg.

Auf seinen langen Reisen traf Hartmut Krinitz immer wieder Menschen, die sich intensiv mit diesen magischen Orten beschäftigen und ihnen manchmal sogar ihr Leben widmen – Menschen wie die Archäologin Margaret Curtis, die seit Jahrzehnten das Mysterium des Steinkreises von Callanish erforscht, den Geschichtenerzählter Eddie Lenihan, den „ewigen“ Jakobsweg-Pilger Dany Dumontier, oder den spätberufenen Erzdruiden von Cornwall, Ed Prynn, der neben seinem Bungalow eine eigene Megalithanlage errichtet hat.

Zu wichtigen Festen, allen voran zur Sonnwendfeier, kommen in Carnac, Avebury oder Glastonbury Menschen aus der ganzen Welt zusammen; sie feiern, tanzen, trommeln und in Stonehenge erwarten mehr als 35 000 Teilnehmer nach einer durchwachten Nacht die Strahlen der aufgehenden Sonne.

Geöffnet ist die Ausstellung montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr, sonntags am 7. und 28. Januar von 14 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Mont Saint-Michel mit Nebelschwaden über dem Wasser. Diese kleine Insel an der französischen Atlantikküste ist bekannt für ihre „singenden Steine“.
Mont Saint-Michel mit Nebelschwaden über dem Wasser. Diese kleine Insel an der französischen Atlantikküste ist bekannt für ihre „singenden Steine“. FOTO: Hartmut Krinitz
Hartmut Krinitz zeigt eine Multivisionsshow und eine begleitende Ausstellung. Außerdem leitet er ein Fotoseminar.
Hartmut Krinitz zeigt eine Multivisionsshow und eine begleitende Ausstellung. Außerdem leitet er ein Fotoseminar. FOTO: PR / Hartmut Krinitz