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Jeder Siebte fährt am Rockenhübel viel zu schnell

Jeder Siebte fährt am Rockenhübel viel zu schnell

Zu schnelles Fahren in einer Tempo-30-Zone und eine Begrenzung für Spielplätze waren zwei Themen, mit denen sich der Wemmetsweiler Ortsrat befasste. Dazu fasste der Rat jeweils einstimmige Beschlüsse.

Foto: Engel

Die Anwohner der Wemmetsweiler Wohngebiete Rockenhübel I und II beklagen sich über zu schnelles Fahren in der 30er-Zone und über zugeparkte Gehwege, deshalb befasste sich am Montagabend der Ortsrat mit dem Thema. Stefan Kaiser vom Ordnungsamt informierte Ortsvorsteher Michael Marx (CDU ) und die Räte über die Ergebnisse von Verkehrsüberwachungen in Rockenhübel II. Die Geschwindigkeit der Fahrzeuge liege durchschnittlich nur leicht über 30 Kilometern pro Stunde. Allerdings seien bei einer Messung von 1577 Fahrzeugen 220 zwischen 40 und 60 gefahren. "14 Prozent, das ist schon einiges." Auch in Rockenhübel I wurde gemessen, diese Ergebnisse werden noch ausgewertet. Kaiser teilte außerdem mit, man erstelle gerade ein Grundkonzept, um der Problematik entgegen zu wirken. Dieses wolle man noch vor den Sommerferien den Anwohnern in einer Versammlung vorstellen und mit ihnen zusammen ausarbeiten. Marx betonte, der Ortsrat sehe schon lange insbesondere den Bereich der Straße Zum Rockenhübel vom Spielplatz bis zur Illinger Straße als problematisch an. "Ich schlage deshalb vor, dass wir erneut fordern, den dortigen Versorgungsstreifen zu einem Bürgersteig zu befestigen." Die Verwaltung solle sich hierzu mit der Neuen Arbeit Saar abstimmen. Einvernehmlich stimmte der Rat zu.

Thema waren außerdem die Spielplätze. Gemäß einer Verordnung sollen diese mit einer Begrenzung eingefasst werden, damit Kinder nicht ungehindert in den Straßenverkehr laufen. Der Rat hatte sich die Spielplätze daher vor der Sitzung angesehen. "Beim Spielplatz beim Apfelbaum ist genug Platz für eine Einzäunung, beim Spielplatz am Anger sind die Verhältnisse beengt", erklärte Marx. Rigo Knapp (CDU ) schlug vor, von der Verwaltung die Möglichkeit von Einfassungen durch Hecken oder Holz ausloten zu lassen, worauf Bauamtsleiter Joachim Dörr auf anfallende Unterhaltskosten hinwies. Auch Marlo Christiaens (SPD ) sprach sich für das Ausloten der Varianten aus. Einvernehmlich entschied der Rat dies für die Spielplätze Rockenhübel, Am Anger und Beim Apfelbaum.

Thema war des Weiteren der beschlossene städtebauliche Vertrag des Gewerbegebietes Auf Bruchborn-Nord. Der Landesbetrieb für Straßenbau hat sich nach erneutem Gutachten entschieden, doch eine Linksabbiegerspur in das Gewerbegebiet zu fordern. Der Rat empfahl einstimmig, den geänderten städtebaulichen Vertrag abzuschließen.

Außerdem informierte Marx, dass der Illinger Ortsvorsteher Wolfgang Scholl die Wemmetsweilerer Räte gerne bei einem Festumzug zur 750-Jahrfeier des Ortsteils Gennweiler dabei hätte, was positiv aufgenommen wurde. Auch Vereine und andere Gruppen können teilnehmen.