Einsatz für Schwächere

Die Schüler der Gemeinschaftsschule Merchweiler-Wemmetsweiler haben ein Benefizkonzert zu Gunsten der Aktion Mensch gegeben. Die Kinder präsentierten neben aktuellen Pop-Songs von Jupiter Jones, Cro und Frieda Gold auch alte Volkslieder.

. "Muss nur noch kurz die Welt retten" - die Zeile aus dem bekannten Song von Tim Bendsko ist für die Kids der Max-von-der-Grün-Schule Programm, zumindest im Kleinen. Mit einem Konzert, an dessen Umsetzung die Schüler vier Wochen lang arbeiteten, wollte man die Welt ein Stück weit verschönern. Gesammelt wurde für die Aktion Mensch.

Motor für Engagement

Doch nicht unbedingt die Spenden waren an diesem Tag das Entscheidende. "Die Kinder werden durch so etwas mobilisiert, sich zu engagieren", erläutert Rektor Frank Prianon die Idee hinter der Veranstaltung. Die Schüler werden für die Situation Schwächerer sensibilisiert und wissen: "Da schaffen wir was für Menschen."

Alle ein bis zwei Jahre gestalten Lehrer und Schüler der Gemeinschaftsschule Merchweiler-Wemmetsweiler eine solche Benefizveranstaltung. Waren es in den Vorjahren zumeist Läufe zugunsten Benachteiligter, so fokussierte man sich nun auf die künstlerisch-musische Ausrichtung der Schule. Vor vier Jahren wurde die Blasmusik als Schwerpunkt eingeführt, vor zwei Jahren kam die Gitarre hinzu. Damals konnte man Matthias Kiefer als Lehrkraft hinzugewinnen, der nun die Organisation des Konzertes übernahm. Der selbst äußerst musikalisch begeisterte Lehrer schuf gemeinsam mit seinen Schützlingen in den vergangenen vier Wochen ein Konzept, zwar nicht zwischen "Facebook und Beethoven", wohl aber zwischen "Facebook und Michael Jackson ".

Unter dem Motto "Schule rockt!" waren auch die Kids schnell begeistert. Es entstand ein Programm, das vorwiegend auf aktuelle Pop-Songs baute, aber auch ältere Hits im Angebot hatte. Mit "Kuckuck ruft's aus dem Wald" präsentierte das Gitarrenensemble sogar ein klassisches Volkslied. Schüler aller Jahrgangsstufen, gegliedert in zwei Schulbands sowie den Chor der siebten Klassen, widmeten sich Titeln von Jupiter Jones über Cro bis hin zu Frieda Gold . Hervor stach insbesondere Hannah Scher, die als Solosängerin unter anderem Chaka Khans "Ain't Nobody" einbrachte und gemeinsam mit Kimoshon Bernard am Klavier John Legends gefühlvolle Ballade "All of Me" gefühlvoll und präzise vortrug.

Die Intention der Schule ist es "solche Talente zu entdecken und zu fördern", erklärt Prianon.

Talentierte Musiker gewinnen

Eine hochwertige Ausbildung wird dabei durch eine umfangreiche Kooperation mit dem Musikverein gewährleistet, der dadurch seinerseits talentierte Musiker für das große Orchester gewinnen kann. Außerdem treten die Kids auch außerhalb der Schule auf verschiedenen Veranstaltung wie dem Weihnachtsmarkt oder dem Tag der Schulmusik auf, werden sogar für private Veranstaltungen gebucht. "Die Leute haben uns wahrgenommen", freut sich Prianon.