Wustweiler Mobilfunkmast könnte nun doch gebaut werden

Bürger kämpfen für Schutzgebiet : Protest gegen Funkmast-Projekt Hosterhof

(hek) Gegen die Errichtung eines Mobilfunkmastes im Landschaftsschutzgebiet Hosterwald kämpft eine Gruppe von Wustweiler Bürgerinnen und Bürgern. Die Initiative war nach einer Sitzung des Bauausschusses der Gemeinde Illingen am 13. Juni 2018 zuversichtlich, den 50 Meter hohen Mast verhindern zu können.

Der Bauausschuss hatte damals „das Einvernehmen nicht hergestellt“, sprich sich einstimmig gegen die Pläne der Deutschen Funkturm GmbH ausgesprochen. Jetzt schlagen die Wustweiler Bürgerin Heidi Hahn und ihre Mitstreiter erneut Alarm: Nach ihren Informationen laufen Einspruchsfristen gegen den Bau des Mobilfunkmastes ab. Auf SZ-Anfrage teilte das Landratsamt gestern mit, dass der Landkreis Neunkirchen die Errichtung eines Mobilfunkmastes im Landschaftsschutzgebiet Hosterwald genehmigt habe. Die Genehmigung sei nach Anhörung der zu beteiligenden Stellen, dem Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz und der jeweiligen Gemeinde erfolgt. Gegen diese Genehmigung sei nun Widerspruch eingelegt worden. Über diesen werde der Kreisrechtsausschuss im Rahmen eines Widerspruchsverfahrens befinden. Zu Einzelheiten des Verfahrens sowie Fristen konnten aufgrund des Datenschutzes keine näheren Angaben gemacht werden.

Am Donnerstagnachmittag war eine nicht öffentliche Sitzung des Bauausschusses der Gemeinde angesetzt. Eine Abordnung der Bürgerinitiative wollte dort Flagge zeigen. Die Wohngebiete Stockberg, Haberfeld, Brühlstraße und Walkmühle seien durch eine 400 000 Volt-Starkstromleitung, die von den nächsten Wohnhäusern weniger als 50 Meter entfernt sei, bereits jetzt einer sehr hohen elektromagnetischen Strahlung ausgesetzt.

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