Bin ich du oder bist du ich?

Verwirrung und Verwechslung programmiert: Mit „Chaos in der Illtalklinik oder Ja, wo sind wir denn?“ brillierte die Mundartbühne des Illinger Theatervereins auf der Bühne der Illipse. Es gab viel zu lachen.

Die Mundartbühne des Theatervereins Illingen sorgte am Samstagabend in der Illipse erneut für tolle Unterhaltung mit der Komödie von Elisa Karg "Chaos in der Illtalklinik oder Ja, wo sind wir denn?". Der Vorsitzende des Theatervereins, Jens Lehnhoff, stellte in seiner Begrüßung fest: "Vergesst die Schwarzwaldklinik. Die Illtalklinik, das ist die Realität!" Die Handlung des Dreiakters spielte in einem Krankenzimmer, in dem die Unfallopfer, Frührentner Oskar Schutz (Andreas Hübgen) und Fabrikant Ottmar Schulz (Roland Siegler) untergebracht sind. Mit Gedächtnisverlust und nahezu identischen Verletzungen sorgen die beiden für Chaos in der Klinik, denn sie wissen nicht mehr: Bin ich du oder bist du ich? Durch ihre Kopfverbände und Nasenpflaster sind sie auf den ersten Blick nicht zu unterscheiden und eine Verwechslung ist mithin programmiert.

Für das Verwirrspiel auf der Bühne sorgten insbesondere die beiden Patienten selbst. Als ihr Erinnerungsvermögen wieder zurückkehrte, ließen sie sich in ihrem Verwirrspiel nicht mehr stoppen, tauschen schon einmal die Betten und auch ihre völlig unterschiedlichen Essen. Und mittendrin Ottmars Schwester Helene Schulz (Rita Bick) und Oberschwester Hildegard (Brigitte De Pizzol). Für beide Schauspielerinnen eine Rolle, die ihnen auf den Leib geschrieben ist. Helene, die bestimmende Person in der Familie Schulz, hatte den falschen Patienten als ihren Bruder ausgemacht und war am Ende durch dessen Verhalten dem Wahnsinn nahe. Polizeihauptmeister Hahn (Jörg Zetzsche), um Klärung des Unfallhergangs bemüht, verzweifelte fast an den erinnerungslosen Patienten. Nur Schwester Heike (Carolin Zetzsche) und die Schornsteinfegerin Julia Mack (Lea Knödgen) blieben von dem Verwirrspiel unbeeindruckt.

Für Schwung in der Handlung sorgte im dritten Akt Ottmars Sekretärin Anita Stark (Iris Zetzsche), die sich ihren Chef angelt. Oskars Bruder Andi Herz (Daniel Nadig), als rasender Reporter unterwegs, klärte letztendlich das Verwechselungsspiel auf und alle sind glücklich und zufrieden. "Das Stück war eine große Herausforderung an die Darsteller und die Regie. Das Verwechselungsspiel musste für Verwirrung auf der Bühne sorgen, die Zuschauer sollten aber von Anfang an den Inhalt verstehen", erklärte Sabine Engel, die bei der Komödie Regie führte. Und diese Aufgabe erfüllten die Akteure auf der Bühne in allerbester Manier.

Ein besonderes Lob verdienten sich Lea Knödgen, die als Schornsteinfegerin Julia Mack zum ersten Mal im Erwachsenenensemble auf der Bühne stand und Iris Zeschke, die die Rolle der Sekretärin Anita Stark kurzfristig besetzen musste.

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Auf einen Blick Die Mitwirkenden: Oskar Schutz (Andreas Hübgen), Ottmar Schulz (Roland Siegler), Helene Schulz (Rita Bick), Oberschwester Hildegard (Brigitte De Pizzol), Schwester Heike (Caroline Zetzsche), Polizeihauptmeister Hahn (Jörg Zetzsche), Anita Stark (Iris Zetzsche), Andi Herz (Daniel Nadig), Julia Mack (Lea Knödgen), Regie: Sabine Engel, Souffleusen: Margret Herrmann, Brigitte Hoffmann, Maske: Brigitte De Pizzol, Frisuren: Michael Reichert, Bühnenbau und Technik: Michael Schröder & Team, Bühnendekoration: Brigitte Baltes, Presse: Iris Schröder & Team. wk