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Warten aufs Feuerwehrgerätehaus Ost
Bagger zerlegt Feuerwehrheim

Kurz vor Feierabend war von dem ehemaligen Fußballer-, DRK- und Feuerwehrheim nur noch ein Haufen Schutt übrig. Baggerführer Kevin Makary hatte ganze Arbeit geleistet.  r
Kurz vor Feierabend war von dem ehemaligen Fußballer-, DRK- und Feuerwehrheim nur noch ein Haufen Schutt übrig. Baggerführer Kevin Makary hatte ganze Arbeit geleistet. r FOTO: Benno Weiskircher
Hüttigweiler. Hüttigweiler schafft Platz für Sanierung Illtalhalle und neue Ringerhalle. Von Benno Weiskircher

Kurzfristig und ohne große Ankündigung begannen am Freitagmorgen die Abrissarbeiten im Bereich der Illtalhalle. So hielt sich auch die Zahl der Zuschauer in Grenzen. Bürgermeister Armin König, der Hüttigweiler Ortsvorsteher Guido Jost und einige wenige Feuerwehrleute waren vor Ort. „Wir geben den symbolischen Startschuss und freuen uns, dass sich endlich etwas tut“, stimmte König auf den bevorstehenden Teilabriss des Feuerwehrgerätehauses in Hüttigweiler ein. Damit wird Platz zwischen der Illtalhalle und dem Feuerwehrgerätehaus geschaffen, um das Projekt Sanierung Illtalhalle und die Errichtung einer Ringerhalle zu realisieren. Vom Abriss ist zunächst nur der Gebäudeteil zwischen dem Feuerwehrgerätehaus und der Illtalhalle betroffen. Die Garagen für die Feuerwehrautos mit dem darüberliegenden Mannschaftsraum bleiben noch bis zur Errichtung des Neubaus für den Löschbezirk Ost bestehen.


Den Abriss vollzog Baggerführer Kevin Makary (Fa. Hartsteinwerk Gihl GmbH) mit seinem 40 Tonnen schweren Gerät. Stück für Stück und fein säuberlich getrennt nach den verarbeiteten Materialien zerlegte er das Gebäude, das über Jahrzehnte als Domizil für die Fußballer, das örtliche Rot-Kreuz, die Feuerwehr und zeitweise als Wohnung des Illtalhalle-Pächters diente. Als ein Teil des Mauerwerks beim Abriss ins Treppenhaus des Heimes stürzte, bemerkte ein Feuerwehrmann scherzhaft: „Jetzt ess die Trepp kaputt, die wollte mir doch für das neue Feuerwehrgerätehaus noch nutze.“

Es klang aber auch ein wenig wehmütig, dass die Heimstätte der Feuerwehr bald Geschichte sein wird. „Nach all den Schwierigkeiten im Vorfeld ist es endlich soweit, dass eine der bedeutendsten Maßnahmen für den Sport und die Kultur in Hüttigweiler umgesetzt wird,“ stellte der Illinger Bürgermeister fest. Einen Schritt weiter dachte schon Ortsvorsteher Guido Jost. „Wenn der Feuerwehrkomplex in Hüttigweiler insgesamt beseitigt ist, könnte das Umfeld im Rahmen eines Bürgerprojekts neugestaltet werden. Nach den Plänen des Ortsrates könnte an der Stellte des Feuerwehrgerätehauses ein Ort zur Kommunikation und für kulturelle Veranstaltungen im Außenbereich entstehen. „Der Teilabriss könnte auch ein Signal für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses Ost sein“, hofft Jost auf einen baldigen Baubeginn in Hirzweiler.