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Fußball
Krauß freut sich besonders auf das Derby

Wiesbach. Der FC Hertha Wiesbach empfängt an diesem Samstag um 15.30 Uhr den FV Diefflen zum Lokalderby und Kirmesspiel. Von Philipp Semmler

Kehrt der FC Hertha Wiesbach an diesem Samstag im Derby gegen den FV Diefflen in die Erfolgsspur zurück? Am Mittwoch verlor der Oberligist im Nachholspiel zu Hause gegen Tabellenführer Rot-Weiß Koblenz vor 380 Zuschauern mit 0:2 (0:0). Nachdem Wiesbach seine ersten drei Saisonspiele gewann, kassierte der FC nun die dritte Niederlage in Folge. „Der Spielverlauf war sehr eng. Ich denke, ein Punkt wäre möglich gewesen“, meinte Wiesbachs Neuzugang Kristoffer Krauß.


Für den 26-Jährigen steht nun gegen Diefflen ein Duell gegen seine alten Kameraden an. Denn der Außenverteidiger kam vor der Runde vom FV nach Wiesbach. „Das ist natürlich ein besonderes Spiel für mich. Ich treffe auf viele Kollegen, die ich schon länger kenne. Da freut man sich aufs Wiedersehen.“ Krauß spielte von 2012 bis 2014 und in der Saison 17/18 beim Club aus dem Dillinger Stadtteil. Jetzt folgte der Wechsel zur Hertha. Für diesen entschied sich Krauß aus zwei Gründen. „Zum einen weil der Verein mir nach Abschluss meines Studiums beruflich weitergeholfen hat. Der Verein hat es möglich gemacht, dass ich eine Stelle bekomme“, erklärt Sportwissenschaftler Krauß. Er arbeitet in einem medizinischen Fitnesstudio in Illingen. „Zum anderen haben wir eine junge Mannschaft, die viel Potential hat. Als erfahrener Spieler da dem einen oder anderen ein wenig weiterzuhelfen, ist eine tolle Herausforderung.“

Dass die junge Wiesbacher Mannschaft guten Fußball spielen kann, bewies sie am Mittwoch gegen Koblenz. Wiesbach konnte die Partie gegen den Spitzenreiter offen gestalten, zog am Ende aber den Kürzeren. „Weil wir wie schon bei unseren beiden ersten Niederlagen den ersten Fehler gemacht haben“, monierte FC-Trainer Michael Petry. „Das wird in der Oberliga halt bestraft. Dass wir daraus nicht lernen, nervt mich momentan ein wenig.“



Die Szene die Wiesbachs Übungsleiter ansprach sahen die Zuschauer in der 51. Minute. Die Hertha „verdaddelte“ nach einem eigenen Einwurf den Ball. Koblenz spielte anschließend schnell nach vorne. Am Ende kam das Leder zu Derrick Miles, dessen 20-Meter-Schuss vom Innenpfosten ins Netz ging. Auch über den zweiten Gäste-Treffer, den Miles in der 79. Minute nach einem blitzsauberen Konter erzielte, ärgerte sich Petry. „Da war noch eine Viertelstunde Zeit, um den Ausgleich zu erzielen. Da müssen wir hinten noch nicht so weit aufmachen.“

Kurz vor dem 0:2 hatte Kapitän Sebastian Lück eine Riesenchance zum Ausgleich gehabt. Doch den Kopfball des Innenverteidigers drehte RW-Torwart Tobias Oost um den Pfosten. In der ersten Hälfte hatte Oost einen Distanzschuss von Hendrik Schmidt nicht festhalten können. Giovanni Runco staubte zum vermeintlichen 1:0 ab. Dem Treffer wurde aber wegen einer Abseitsstellung die Anerkennung verweigert. So blieb Wiesbach am Ende punkt- und torlos.