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Neue Weihnachtsbeleuchtung senkt Energieverbrauch um 80 Prozent

Neue Weihnachtsbeleuchtung senkt Energieverbrauch um 80 Prozent

Blieskastel. Die barocke Altstadt von Blieskastel kann man sich in der Weihnachtszeit ohne die Weihnachtsbeleuchtung nicht vorstellen. Nachdem der Stadtrat vor Jahren entschieden hatte, die gesamten Kosten der Weihnachtsbeleuchtung nicht mehr zu übernehmen, organisierte der Gewerbeverein die Finanzierung

Blieskastel. Die barocke Altstadt von Blieskastel kann man sich in der Weihnachtszeit ohne die Weihnachtsbeleuchtung nicht vorstellen. Nachdem der Stadtrat vor Jahren entschieden hatte, die gesamten Kosten der Weihnachtsbeleuchtung nicht mehr zu übernehmen, organisierte der Gewerbeverein die Finanzierung. Rund 3500 Euro hat der Gewerbeverein jedes Jahr für die Aufhängung der Beleuchtung zu tragen. Wie Gewerbevereinsvorsitzende Brigitte Gode nach einem Besuch am vergangenen Freitag bei den Stadtwerken mitteilt, seien jedes Jahr über die Aktion "Dieser Betrieb beteiligt sich an der Finanzierung der Weihnachtsbeleuchtung" Aufkleber an die Gewerbetreibenden verkauft und damit die Aufhängung der Weihnachtsbeleuchtung finanziert worden. Diese Aktion würde mit einem städtischen Zuschuss unterstützt. "Ohne diese Zuwendung wäre es dem Gewerbeverein nicht möglich die Kosten aufzubringen. Die Spendenbereitschaft der Blieskasteler Geschäfte reicht dafür nicht aus", so Brigitte Gode. Und an die Adresse der Bürgermeisterin: "Ich danke Ihnen dafür, dass Sie uns auch in Zeiten knapper Kassen wieder unterstützt haben."Im Jahr 2010 hätten die Stadtwerke die Verantwortung für Weihnachtsbeleuchtung vom Gewerbeverein übernommen. "Nach mehr als 30 Jahren war die Weihnachtsbeleuchtung dringend renovierungsbedürftig. Die eingesetzten 15-Watt-Glühbirnen sind durch die EU-Verordnung nicht mehr im Handel erhältlich, und der allgemeine Zustand war schlecht" so die Stadtwerke. Zuerst sei eine Neuanschaffung und somit ein neues Bild in der Altstadt diskutiert worden. Davon habe man aber schnell wieder Abstand nehmen müssen, nachdem die Kosten auf dem Tisch lagen. Beträge zwischen 30 000 und 40 000 Euro wären schnell zusammen gekommen. Deshalb hätten sich die Stadtwerke Bliestal der Weihnachtsbeleuchtung angenommen und diese saniert.

"Für den Gewerbeverein stellt das Entgegenkommen der Stadtwerke eine große Erleichterung dar. Nicht nur die Sanierung hätte uns vor ein unlösbares finanzielles Problem gestellt, auch versicherungsrechtliche Fragen standen zur Debatte", so Gode.

In der gerade zu Ende gegangen Weihnachtszeit hat sich nach der umfassenden Renovierung durch die Stadtwerke die Weihnachtsbeleuchtung in neuem Glanz gezeigt. So wurden die Glühbirnen durch LED-Leuchten ersetzt. "Dadurch wird der Stromverbrauch um 80 Prozent reduziert. Darüber hinaus haben LED-Leuchten eine längere Lebensdauer, und somit sind die unschönen Effekte durch defekte Glühbirnen verringert", so Bernhard Wendel, Geschäftsführer der Stadtwerke Bliestal. Durch Witterungseinflüsse habe ein großer Teil der Fassungen ausgetauscht werden müssen. Auch die defekten Innenteile (Kerzenform) seien ersetzt worden. Damit auch die Sicherheit gewährleistet ist, seien über einen Statiker die Zugkräfte an den Befestigungsankern berechnet und diese auf Zugkraft überprüft worden. Die Halteseile mussten aufgrund neuer Normen alle ausgetauscht werden. Insgesamt seien Kosten von über 16 000 Euro zusammen gekommen. "Wir fühlen uns der Stadt und unseren Kunden verpflichtet, deshalb haben wir diese Kosten als Dankeschön an unsere Kunden übernommen", so Bernhard Wendel.

Nach dieser kosmetischen und sicherheitstechnischen Runderneuerung könne die Weihnachtsbeleuchtung noch viele Jahre die Altstadt von Blieskastel verschönern, so das Fazit der Kooperationspartner. ert

www.blieskastel.de