Mann bedrängt Stieftochter im Schwimmbad

Saarbrücken. Das Mädchen wird seinen elften Geburtstag nie vergessen. Es ist der Tag, an dem der Stiefvater das Mädchen im Schwimmbad sexuell bedrängte. Der heute 42 Jahre alte Mann ist gestern deshalb und wegen drei weiteren Übergriffen vom Landgericht Saarbrücken zu zwei Jahren Gefängnis mit Bewährung verurteilt worden. Außerdem muss er 5000 Euro an das Mädchen bezahlen

Saarbrücken. Das Mädchen wird seinen elften Geburtstag nie vergessen. Es ist der Tag, an dem der Stiefvater das Mädchen im Schwimmbad sexuell bedrängte. Der heute 42 Jahre alte Mann ist gestern deshalb und wegen drei weiteren Übergriffen vom Landgericht Saarbrücken zu zwei Jahren Gefängnis mit Bewährung verurteilt worden. Außerdem muss er 5000 Euro an das Mädchen bezahlen. Er hatte den Missbrauch zugegeben und so der Schülerin eine Aussage vor Gericht erspart.Wie es seinem Opfer heute geht, das lässt sich nur erahnen. Klar ist: Für Kinder ist ein Geburtstag etwas ganz besonderes - darauf freuen sie sich lange vorher. Und dann gibt es Geschenke und man unternimmt mit der Familie etwas. Ein Besuch im Schwimmbad beispielsweise. So war es auch im konkreten Fall. Aber der freudige Tag in lockerer Umgebung endete schrecklich. Was genau im Kopf des Stiefvaters passierte, ist unklar. Jedenfalls überschritt er die Grenzen, die für Erwachsene im Umgang mit Kindern gelten. Im Außenbecken des Schwimmbades bedrängte er die Schülerin sexuell und berührte sie unsittlich am Unterleib. Das war kein Versehen und kein einmaliger Ausrutscher, wie sich bald zeigte. Denn nun wurde der Mann auch im gemeinsam bewohnten Haus zudringlich. Er entblößte das Kind, berührte es unsittlich und wollte selbst berührt werden.

Ein anderes Mal, die Schülerin war mittlerweile etwa zwölf Jahre alt, stieg er nackt zu ihr in die Dusche. Das Mädchen wich aus, hockte sich auf den Boden. Und der Angeklagte wusch sich ausgiebig über dem Kopf seiner Stieftochter im Intimbereich und beobachtete sie. Die Richter werteten dies als sexuelle Handlung vor einem Kind und als sexuellen Missbrauch. Bei der schwersten Missbrauchstat stieg der Mann nackt zu dem Mädchen ins Bett, ergriff seine Hand, führte sie an sein Geschlechtsteil und ließ es daran manipulieren. Die Sache flog auf. Die Ehe mit der Mutter des Kindes ging in die Brüche, der Mann landete erst bei der Polizei und dann vor Gericht. Vor Gericht sah es so aus, als schäme er sich inzwischen für das, was er dem Mädchen angetan hat. wi

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