Nachfrage nach St. Wendel Brennholz ist größer als der Vorrat

Nachfrage nach St. Wendel Brennholz ist größer als der Vorrat

St. Wendel. Die Kreisstadt St. Wendel setzt in ihrer Waldwirtschaft weiterhin auf hohe ökologische Standards. So war ein Schwerpunkt des forstlichen Wirtschaftsjahres 2012 die jüngst vorgenommene Verlängerung der Öko-Zertifizierung des Forest Stewardship Council (FCS) für den Stadtwald bis zum 20. Oktober 2013

St. Wendel. Die Kreisstadt St. Wendel setzt in ihrer Waldwirtschaft weiterhin auf hohe ökologische Standards. So war ein Schwerpunkt des forstlichen Wirtschaftsjahres 2012 die jüngst vorgenommene Verlängerung der Öko-Zertifizierung des Forest Stewardship Council (FCS) für den Stadtwald bis zum 20. Oktober 2013. Der FCS überprüfte durch ein unabhängiges Institut vor Ort erneut, ob seine Vorgaben für einen umweltfreundlichen Forstbetrieb eingehalten werden. Seit 2003 trägt St. Wendel diese Auszeichnung. Seit 2005 trägt der St. Wendeler Forst auch das PEFC-Prädikat eines zweiten Zertifizierungsunternehmens. Solche Bewirtschaftungsgrundsätze sind unter anderem kahlschlagsfreie, flächige Waldnutzungen nur bei Problemstellungen wie Borkenkäfer, Sturm, Schnee oder Eis, Einzelbaumnutzung, Verzicht auf Chemikalien, Minimierung der Schäden an Boden und Waldbestand, Bevorzugung der natürlichen Verjüngung, bei notwendigen Pflanzungen Wahl heimischer Baumarten, Einflussnahme auf die Jagd zur Gewährleistung waldverträgliche Wildbestände, Schutz seltener Arten, Ausweisung von Gebieten ohne forstliche Eingriffe als Lern- und Vergleichsflächen.Im Zeitraum 2011/2012 investierte die Stadtverwaltung höhere Beträge in die Waldbewirtschaftung. Rund 250 000 Euro flossen in Holzerntearbeiten, Rückearbeiten, Waldpflege, Ästungen, Verbissschutz, Wegeaufhiebe sowie Verkehrssicherung. Rund 35 000 Euro investierte man in die Aufforstung mit 27 000 Pflanzen wie Buche, Bergahorn, Esche, Esskastanie, Douglasie und Fichten als Weihnachtsbäume. Zirka 30 000 Euro kostete der Unterhalt von Waldwegen. In diesem Zusammenhang bitten die Forstbehörden um Verständnis bei den Spaziergängern und Wanderern, dass es jetzt zu Beginn des Laubholzeinschlages zu Schäden und Verschmutzungen auf den Forstwirtschaftswegen kommen kann, die aufgrund knapper Budgets oft nur notdürftig instandgesetzt werden können.

Brennholz ist in St. Wendel nach wie vor sehr beliebt, so dass die lokale Nachfrage nicht komplett aus dem Stadtwald gedeckt werden kann. Der Holzeinschlag im Stadtwald beträgt pro Jahr etwa 6000 Festmeter, davon 2500 Festmeter Brennholz. In diesem Zusammenhang weist Förster Thomas Müller daraufhin, dass seit 2009 für das Arbeiten im Wald ein Motorsägenführerschein vorgelegt werden muss, den man bei der VHS St. Wendel erwerben kann. Die Brennholzpreise im Stadtwald und Staatswald liegen bei 37 Euro pro Raummeter für gerücktes Laubholz frei Waldweg, 24 bis 28 Euro/Raummeter für Laubbrennholz im Waldbestand und 14 Euro pro Raummeter für Nadelbrennholz im Waldbestand.

Derzeit bietet der SaarForst Landesbetrieb noch Brennholz aus "Überschussgebieten" an. Die Liefermenge umfasst ausschließlich eine LKW-Ladung von zirka 33 Raummetern, der Preis für das Holz beträgt 37 Euro pro Raummeter plus die Transportpauschale von sechs bis neun Euro pro Raummeter in Abhängigkeit von der Fahrentfernung. Es handelt sich um vier bis sechs Meter lange Laubholzstämme. red

Informationen und Bestellungen: Tel. (06 81) 9 71 21 46 oder -1 44 werktags von 7.30 bis zwölf Uhr und von 13 bis 15.30 Uhr. Auskünfte zu Brennholz und forstlichen Fragen in den Sprechstunden St. Wendeler Forstrevierleiter: Jürgen Mennig, donnerstags von 14 bis 16 Uhr, Schule Niederkirchen, Tel. (0 68 56) 8 07 02 41 und Thomas Müller, erster Donnerstag im Monat von 16 bis 17 Uhr im Büro des Ortsvorstehers in Winterbach, Tel. (0 68 51) 84 02 01, übrige Donnerstage von 16 bis 17 Uhr im "Haus Gillen" in Bliesen, Tel. (0 68 54) 7 09 50.