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Zweiter Überfall in drei Monaten

Zweiter Überfall in drei Monaten

Nunkirchen. Die Shell-Tankstelle in Nunkirchen ist am Dienstagabend erneut Opfer eines Überfalls geworden. Um 20.29 Uhr hatte ein unmaskierter Mann den Verkaufsraum betreten. Der 20 bis 25 Jahre alte Mann ging zu der 19-jährigen Kassiererin und sagte: "Geld her". Gleichzeitig zeigte er ihr eine Schusswaffe (Revolver oder Pistole), die aus dem Ärmel seines Pullovers ragte

Nunkirchen. Die Shell-Tankstelle in Nunkirchen ist am Dienstagabend erneut überfallen geworden. Um 20.29 Uhr hatte ein unmaskierter Mann den Verkaufsraum betreten. Der 20 bis 25 Jahre alte Mann ging zu der 19-jährigen Kassiererin und sagte: "Geld her". Gleichzeitig zeigte er ihr eine Schusswaffe (Revolver oder Pistole), die aus dem Ärmel seines Pullovers ragte.

Verdächtiger Ford Ka

Kurios: Der Räuber wollte nur die 50-Euro-Scheine haben, keine Zwanziger oder Zehner. Die Kassiererin gab ihm ungezählt ungefähr 450 Euro aus der Kasse. "Dann lief der Mann nach draußen und flüchtete zu Fuß in Richtung Schmelz/Lebach", berichtete Reinhold Schamper, Leiter des Kriminaldienstes der Waderner Polizei.Bereits am 17. Dezember, einem Mittwochabend, wurde dieselbe Tankstelle überfallen. Damals bedrohte ein maskierter Täter eine 18-jährige Aushilfskraft mit einem Messer. Mit Bargeld und einer größeren Anzahl von Telefonkarten flüchtete der 16 bis 20 Jahre alte sowie 1,63 bis 1,65 Meter große Dieb. "Es spricht aber nichts dafür, dass es diesmal derselbe Täter ist", sagte Schamper.

Der Täter hatte sich am Dienstagabend schon kurz vor dem Überfall im Verkaufsraum an den Regalen "herumgedrückt", so die Polizei. Dabei war der Verkäuferin aufgefallen, dass ein Ärmel seines Pullis weit nach unten gezogen war. Der Räuber hielt sich zudem wohl schon zwischen 16 und 17 Uhr im Verkaufsraum der Tankstelle auf und kaufte dort eine Packung Kaugummi. In diesem Zusammenhang fiel mehreren Zeugen ein Auto auf. Das Fahrzeug soll kurz vor dem Überfall in der Nähe der Tankstelle auffällig geparkt gewesen sein. Es handelt sich um einen schwarzen Ford Ka mit gelben Seitenstreifen oder gelben Stoßstangen. Der Wagen soll ein St. Wendeler Kennzeichen haben. Trotz einer sofort eingeleiteten Nahbereichs- und Ringfahndung blieb der Ka aber verschwunden.

Der Täter jedenfalls stellte sich wohl nicht sonderlich geschickt dran. "Der Mann wirkte zurückhaltend und ängstlich, die gesamte Vorgehensweise spricht nicht für Professionalität. Er wollte halt wohl schnell weg", meinte Reinhold Schamper.

Alarmanlage war kaputt

Tankstellen-Inhaber Hans Hewer ist davon überzeugt, dass der Ford Ka etwas mit der Sache zu tun hat. "Wir werden jetzt die Sicherungsmaßnahmen verstärken, bekommen eine Infrarotkamera", sagte er. Ausgerechnet am Abend des Überfalls war die Alarmanlage kaputt. Der Knopf unter der Kasse, der vorher noch nie betätigt wurde, ging nicht.Der Täter wird als 20 bis 25 Jahre alt, 1,70 Meter groß und schlank beschrieben. Er trug einen Drei-Tage-Bart, eine Brille und hatte dunkelbraunes, gegeltes Haar. Er sprach Hochdeutsch mit Hochwälder Dialekt. Hinweise an die Polizei in Wadern, Telefon (06871) 900 10.