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CDU im Waderner Stadrat für Einführung der „Gelben Tonne“
Waderner CDU fordert die „Gelbe Tonne“

Wadern. Stadtratsfraktion nennt andere Kommunen als Beispiel. Abkehr von Gelben Säcken verkleinere auch den Plastikmüllberg.

() Die CDU-Stadtratsfraktion Wadern spricht sich für die Einführung der „Gelben Tonne“ in Wadern aus. „Immer mehr Kommunen im Saarland haben in den vergangenen Monaten den Beschluss gefasst, sich von den ‚Gelben Säcken’ zu verabschieden und diese durch die ‚Gelbe Tonne’ zu ersetzen“, so Wolfgang Maring, der Vorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion Wadern, in einer entsprechenden Pressemitteilung.


Er richtet, wie er schreibt, daher einen Appell an den Waderner Verwaltungschef: „Auf der kommenden Verbandsversammlung des Entsorgungsverbandes Saar (EVS) ist eine Entscheidung darüber geplant, dies flächendeckend in allen EVS-Kommunen im Saarland umzusetzen. Wir rufen daher Bürgermeister Kuttler als offiziellen Vertreter der Stadt in diesem Gremium auf, für die landesweite Einführung der ‚Gelben Tonne‘ zu stimmen!“

Laut Maring wurde in Wadern zuletzt die Kritik an der Qualität der Gelben Säcke lauter, zudem kam es vereinzelt zu Lieferengpässen. Diesen Problemen soll die Ersetzung der Säcke durch Tonnen Abhilfe schaffen. „Die CDU begrüßt diese Umstellung. Nicht nur aus den genannten Gründen, sondern auch aus ökologischer Hinsicht“, ergänzt Fraktionsmitglied Michael Molitor. Für ihn steht fest: „Durch die Umstellung lässt sich auch ein weiterer Beitrag zur Reduzierung des Plastikmülls in unserem Land leisten.“



Die CDU in Wadern macht sich laut Molitor seit Jahren für die Reduzierung von Plastikmüll stark und spricht sich daher unter anderem dafür aus, Plastiktüten weitestgehend aus der Stadt zu verbannen und durch nachhaltigere Produkte zu ersetzen. „Auch wenn Plastiktüten und die ‚Gelben Säcke’ praktisch sind, so sind sie aus ökologischer Sicht keine gute Wahl“, so Molitor weiter. Für ihre Produktion würden wichtige Ressourcen verbraucht, und auch ihre Entsorgung gestalte sich als nicht völlig unproblematisch. Zudem gelangen, wie Molitor beklagt, zunehmend Plastiktüten in die Weltmeere und schaden dort dem Ökosystem und damit letztendlich auch dem Menschen. Das gilt aber nicht nur für Tüten, sondern auch für andere Produkte aus Plastik wie Getränkeflaschen oder sonstiges Verpackungsmaterial. Die CDU im Stadtrat möchte daher das Thema Müllvermeidung und Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen in den kommenden Jahren weiter vorantreiben. „Es ist unerträglich zu sehen, wie oft Müll in unserer Stadt einfach wild irgendwo abgelegt wird. Dies gilt es durch geeignete Maßnahmen zu bekämpfen“, beklagt Molitor.

In diesem Zusammenhang fordert die Waderner CDU von der Landespolitik, die Bußgelder für das unsachgemäße Entsorgen von Haus- und Sperrmüll sowie Fäkalien deutlich zu erhöhen. Wer einen Farbeimer in den Wald wirft, erhält beispielsweise eine Geldstrafe zwischen 10 und 100 Euro. Für das Nichtentsorgen von Hundekot auf Gehwegen oder Kinderspielplätzen werden bisher maximal 30 Euro fällig. „Da einigen Menschen leider das Bewusstsein für ihre Umwelt fehlt, muss man sie eben dort packen, wo es wehtut, und das ist nun einmal deren Geldbeutel“, macht der Fraktionsvorsitzende Maring deutlich.

Die Rats-CDU hofft darauf, dass es auch bundes- und europaweit zeitnah zu weiteren Maßnahmen gegen Plastikmüll kommt. „Schaut man sich an, wie viel Plastikmüll bereits heute in den Weltmeeren und Mikroplastik in unseren Lebensmitteln landet ist hier ein schnelles und effektives Handeln dringend gefordert“, meint Maring abschließend.

(tth)