1. Saarland
  2. Merzig-Wadern
  3. Wadern

Stadt Wadern sammelt Lego-Steine zum Bau von Rampen für mehr Barrierefreiheit

Aktion in Wadern gestartet : Mit bunten Bausteinen Barrieren überwinden

Aus bunten Bausteinen sollen nun auch in Wadern Rampen entstehen. Das Projekt, bei dem kleine Barrieren zu Geschäften, Cafés und auch im öffentlichen Raum mit Rampen aus Klemmbausteinen überwunden werden, gibt es deutschlandweit.

Wie die Stadt Wadern mitteilt, eignen sich diese Rampen dafür, ein bis zwei Treppenstufen zu überbrücken. So können diese von Menschen mit Rollatoren, in Rollstühlen und mit Kinderwägen genutzt werden. Idee des ehrenamtlichen Projektes ist, dass Menschen nicht mehr benötigte Klemmbausteine spenden, die dann von fleißigen Helfern sortiert und zu den Rampen verbaut werden.

Die Idee, eine solche Rampe auch für ein Gebäude in Wadern zu bauen, hatte Simone Schneider vom Familienzentrum Hochwald, die das Projekt auf Facebook gesehen hatte. „Die bunten Rampen sind ein Hingucker und machen Kinder und Erwachsene darauf aufmerksam, dass es viele kleine Barrieren gibt, die aber überwunden werden können“, sagt Schneider zur Idee des Projekts. Sie kontaktierte Anja Wegmann, Behindertenbeauftragte der Stadt Wadern, die auch gleich begeistert war. „Das ist eine tolle Idee und ich habe auch gleich in meinem Netzwerk einen Partner gefunden, der uns unterstützen kann. Winfried Hoffmann vom Verein Zukunftswerkstatt Saar kennt sich mit den Rampen aus und wird uns beim Bau helfen“, berichtet Wegmann.

Ein Beispielgebäude für die erste Rampe war schnell gefunden: die Postfiliale in Wadern. „Der Eingang ist perfekt dafür geeignet, die Postfiliale wird von vielen Bürgerinnen und Bürgern aufgesucht und der Filialleiter Dirk Schürmann war auch von unserer Idee überzeugt“, sagt Simone Schneider. Nun werden Bausteine gesammelt. Diese werden vor der weiteren Verwendung natürlich desinfiziert, betont die Stadt.

In Kooperation mit dem Alten- und Pflegeheim St. Maria und dem Familienzentrum Hochwald werden die gespendeten Steine sortiert und anschließend in Gruppen zusammengebaut. „Das Zusammenbauen der ersten Rampe werden wir in einem kleinen Team vornehmen. Wenn wir tatsächlich ausreichend Steine sammeln können, um weitere Rampen zu bauen, freuen wir uns über Lego-begeisterte Menschen, die uns helfen“, sagt Schneider.