Weihnachtsmarkt in Hellendorf für einen guten Zweck

Hellendorf : Weihnachtszauber gegen die Not in Afrika

Beim Weihnachtsmarkt auf dem Sonnenhof in Eft-Hellendorf geht der Erlös an den „Freundeskreis Ziegen für Lwala“.

Der Sonnenhof in Perl-Hellendorf veranstaltet seinen traditionellen Weihnachtsmarkt zugunsten des Freundeskreises „Ziegen für Lwala“ an diesem Samstag, 8. Dezember (ab 14 Uhr) und am Sonntag, 9. Dezember (ab 13 Uhr).

Neben Produkten aus der Region werden selbst gemachte Dekorationen für die Weihnachtszeit, Töpferwaren und vieles mehr angeboten. Der Erlös des Weihnachtsmarktes stellt der Sonnenhof dem Projekt „Freundeskreis Ziegen für Lwala“ zur Verfügung. Die ehrenamtlichen Helfer des Freundeskreises unterhalten seit 2015 verschiedene Projekte in Uganda, womit sie die bedürftige Bevölkerung direkt vor Ort und wie sie sagen „ohne Umwege“ unterstützen. Hier ist besonders das Ziegenprojekt zu nennen, womit bedürftige Witwen unterstützt werden. Außerdem unterstützt der Freundeskreis mit Schulpatenschaften um Mädchen eine Schulbildung zu ermöglichen, Bau und Renovierung von Schulen, Bau von Regenwasserspeichern, der Versand von Hilfsgütern und vieles mehr.

„Eine große Zukunft sehen wir in der Bildung der jungen Generation und deshalb haben sich die Helfer vorgenommen, in die Bildung und Ausbildung der Menschen vor Ort zu investieren“, sagt Ingbert Dawen, der Gründer des Projektes. Der Serriger war von August 2014 bis Februar 2015 in Lwala/Uganda, um als Bauleiter für die Organisation Cap Anamur ein Krankenhaus zu sanieren und die Infrastruktur zu verbessern. „Wieder zurück zu Hause“, so Dawen, „war es mir immer ein Bedürfnis, den Menschen, die ich während meiner Zeit in Lwala kennen und lieben gelernt habe, zu helfen“. Deshalb hat er gemeinsam mit Father Denis, dem örtlichen Priester in Lwala, das Hilfsprojekt „Ziegen für Lwala“ im September 2015 ins Leben gerufen, um weiterhin Hilfe zu leisten, da wo sie aus seiner Sicht am nötigsten ist.

Der Erlös aus diesem Weihnachtsmarkt in Hellendorf soll nun in den Bau weiterer Schulen fließen. Denn Bildung und Ausbildung seien die Voraussetzungen für ein selbstständiges, unabhängiges und eigenverantwortliches Leben der Kinder und Jugendlichen in Lwala, sagt Ingbert Dawen. Bereits in diesem Jahr wurden zwei Schulen saniert und eine neu gebaut. „Hier packen alle an“, sagt Dawen. Die ehrenamtlichen Helfer, die einheimische Bevölkerung und selbst der örtliche Pfarrer arbeiten Hand in Hand.

Jedes Jahr reisen die ehrenamtlichen Helfer des Freundeskreises nach Uganda, um ihre Projekte zu überwachen und weiter auszubauen. „Afrika, das ist für mich eine Frage der Menschlichkeit und hier darf Hilfe nicht mit Almosen verwechselt werden“, betont Dawen. „Wir verschenken keine Fische, sondern wir bringen den Menschen vor Ort das Angeln bei“. Alle Spenden kommen zu 100 Prozent bei den Bedürftigen an, verspricht er. Betriebs- und Verwaltungskosten werden von den Mitgliedern aus eigenen Mitteln bezahlt.

Wer mehr über die ehrenamtliche Arbeit der Helfer in Lwala erfahren möchte, kann sich an diesem Wochenende am Informationsstand auf dem Weihnachtsmarkt am Sonnenhof in Hellendorf informieren oder im Internet.

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