| 20:37 Uhr

Fußball-Saarlandliga
Schäfer trifft auf seine Fast-Kollegen

Neuzugang Matthias Schäfer (hier links im Zweikampf mit dem Rehlinger Tim Kallenborn) wurde beim SV Mettlach sofort zum Stammspieler.
Neuzugang Matthias Schäfer (hier links im Zweikampf mit dem Rehlinger Tim Kallenborn) wurde beim SV Mettlach sofort zum Stammspieler. FOTO: Ruppenthal
Mettlach. Fußball-Saarlandligist SV Mettlach empfängt an diesem Sonntag Schwalbach. Für Neuzugang Matthias Schäfer ist es eine besondere Partie. Denn der Neuzugang wohnt in Schwalbach und hätte vor der Runde auch zum FV wechseln können. Von Philipp Semmler

Das jüngste Heimspiel wird Matthias Schäfer, Mittelfeldspieler des SV Mettlach, immer in besonderer Erinnerung behalten. Denn beim 3:1-Heimsieg vor 14 Tagen gegen den VfL Primstal erzielte der Neuzugang seinen ersten Treffer im Trikot des Fußball-Saarlandligisten Und das war gleich ein ganz wichtiger: Mit dem Tor zum 2:1 in der 90. Minute stellte der 28-Jährige die Weichen auf Sieg.


Auf einen weiteren Heimsieg hofft der von Verbandsligist FSV Hemmersdorf gekommene Akteur an diesem Sonntag. Dann empfängt Mettlach um 17 Uhr den FV Schwalbach. Für Schäfer ist es eine besondere Begegnung. „Ich stamme zwar aus Ensdorf, aber ich wohne seit zwei Jahren in Schwalbach“, berichtet der 28-Jährige. „Vor der Saison hatte ich auch ein Angebot vom FV, aber ich habe mich für Mettlach entschieden.“

Beim Blick auf die Tabelle scheint dies die richtige Wahl gewesen zu sein: Denn während Schwalbach in dieser Saison noch keinen einzigen Zähler sammeln konnte, steht Mettlach mit sieben Punkten immerhin auf Rang elf.



Ganz zufrieden ist Schäfer mit der Ausbeute aber nicht. „Gerade die zwei Auswärts-Niederlagen waren bitter“, erklärt der Neuzugang. Sowohl beim 0:1 bei Borussia Neunkirchen am 4. August wie auch beim 1:2 beim SV Auersmacher am Freitag vor einer Woche war Mettlach nämlich keinesfalls schlechter als der Gegner.

Da diese Begegnungen aber dennoch verloren wurden, wäre für Mettlach ein Sieg am Sonntag Gold Wert. Nachdem der Club in den beiden vergangenen Jahren gegen den Abstieg spielte, ist das Ziel der Blau-Weißen nämlich eine sorgenfreie Saison.

Schäfer, der in Zweibrücken als Einkäufer für eine Baumaschinen-Firma arbeitet, hält diese Vorgabe für realistisch: „Wenn wir so weiter arbeiten wie bisher, bin ich mir ziemlich sicher, dass wir nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben. Ein gesicherter Mittelfeldplatz ist auf jeden Fall drin.“

Der 28-Jährige muss es wissen, denn mit Abstiegskampf in der Saarlandliga kennt er sich aus. Vor seinem Wechsel nach Mettlach spielte der zentrale offensive Mittelfeldspieler acht Jahre lang für den FSV Hemmersdorf. Fünf davon in der Saarlandliga, wo es für den FSV zumeist um den Ligaverbleib ging.

Nach dem Abstieg 2016 blieb Schäfer noch zwei Jahre beim Club aus der Gemeinde Rehlingen-Siersburg in der Verbandsliga. „Jetzt habe ich aber eine neue Herausforderung gesucht, und ich wollte auch nochmal in der Saarlandliga spielen“, berichtet der Neuzugang.

Mit eine Rolle für seinen Wechsel nach Mettlach spielte auch Trainer Holger Klein. Der war in den beiden vergangenen Jahren schon sein Übungsleiter in Hemmersdorf. „Mit seinen Trainingsmethoden war ich sehr zufrieden“, sagt der 28-Jährige.

Matthias Schäfer erwartet im Heimspiel gegen Schwalbach übrigens keine leichte Aufgabe für sein Team, obwohl der Gegner punktlos Letzter ist. Allerdings trennte sich der Club vor einer Woche von Übungsleiter Jörg Schampel. Seitdem sitzt Yasar Akcay auf der Bank. „Aufgrund des Trainerwechsels werden wir auf einen hochmotivierten Gegner treffen“, erklärt Schäfer. Der 28-Jährige ist vor der Partie noch angeschlagen: Bei der 1:2-Niederlage in Auersmacher bekam er einen Schlag auf den Meniskus. „Das Knie schmerzt zwar, aber ich bin optimistisch, dass ich spielen kann“, sagt Schäfer.