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„Ministerium war auf dem Auge der Barrierefreiheit blind“

„Ministerium war auf dem Auge der Barrierefreiheit blind“

Der Grünen-Kreisvorsitzende Klaus Borger hat Kritik an der offensichtlich unzureichenden Barrierefreiheit des Baumwipfelpfades an der Cloef in Orscholz geäußert. Die SZ hatte darüber berichtet, dass der Landesvorsitzende des Bundesverbandes Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK), Uwe Wagner, moniert, dass der Pfad nicht barrierefrei im Sinne der grundlegenden DIN-Normen sei (SZ vom 21./22. Januar).

"Auch Menschen mit körperlicher Behinderung haben die gleichen Rechte, um mit öffentlichen Mitteln unterstützte touristische Angebote zu nutzen, so zumindest die Theorie. Liest man jedoch die Einschätzung des Vorsitzenden der saarländischen Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) zur nicht vorhandenen Barrierefreiheit des Aussichtsturms auf der Cloef, scheint das offensichtlich bei diesem Angebot nicht der Fall zu sein", erklärt Borger hierzu.

"Völlig unverständlich" ist es für den Grünen-Kreischef, dass das saarländische Wirtschaftsministerium, "das auf der einen Seite für Tourismus zuständig ist und auf der anderen Seite üppige Fördergelder bereitgestellt hat, auf dem Auge ‚Barrierefreiheit' blind zu sein scheint". Borger abschließend: "Bei allem Engagement den Tourismus in unserem Land zu entwickeln, hat dieses Ansinnen immer nach qualitativen Kriterien zu erfolgen und darf niemanden aktiv ausgrenzen."