Großes Aufatmen beim HSV Merzig-Hilbringen

Großes Aufatmen beim HSV Merzig-Hilbringen

Jubel beim Handball-Oberligisten HSV Merzig-Hilbringen. Nach dem 30:25-Heimsieg gegen Völklingen war man sich am vergangenen Samstag im Wölfe-Rudel einig: Der Klassenverbleib ist so gut wie geschafft.

Norbert Petö strahlte am Samstag im Thielspark übers ganze Gesicht. Satte 14 Tore hatte der Rückraumspieler des Handball-Oberligisten HSV Merzig-Hilbringen der HSG Völklingen im Derby eingeschenkt und beim 30:25-Heimsieg somit fast die Hälfte aller HSV-Treffer markiert. Ein persönlicher Erfolg im Duell mit dem Ex-Klub, Torjäger-Patt mit Ex-Wolf Dorian Vallet, der gegen seinen alten Verein auch 14 Bälle einnetzte - aber das war Nebensache. "Wir haben gerade den Klassenverbleib klargemacht. Es müsste viel passieren, damit das noch schiefgeht", meinte Petö erleichtert.

Kessler hält bärenstark

Drei Spiele vor Schluss hat Merzig (Rang elf, 23 Punkte) fünf Zähler Abstand zur Abstiegszone, die mit Kastellaun auf Rang 14 beginnt. Der Tabellenzehnte Völklingen liegt sechs Punkte vom Liga-Keller entfernt und konnte die Schlappe verschmerzen.

Gerne verlor Berthold Kreuser beim Ex-Verein aber nicht. "HSV-Torwart Kessler hat etliche Hundertprozentige pariert, zwei Siebenmeter gehalten und die Partie entschieden", sagte der HSG-Trainer und ärgerte sich über die Wurfausbeute seines Teams. "So kann man nicht gewinnen."

Petö und Vallet starteten ihr Privat-Duell früh. Die ersten vier Tore (2:2) gingen auf ihr Konto. Danach führte Merzig immer klar (8:5, 13:10, 15:12) und hatte zwei Vorteile. "Die Abwehr war bärenstark und Andre hat toll gehalten", schwärmte HSV-Trainer Marcus Simowski, der erneut mit zwei Kreisläufern spielte und viel wechselte. Von der engen Deckung gegen HSV-Torjäger Tomas Kraucevicius profitierte Marius Merziger. "Es spielte mir in die Karten. So hatte ich auf Rechtsaußen viel Platz", sagte der fünffache Torschütze.

Auch nach der Pause (17:12) gab Merzig das Tempo vor (25:19, 27:22). Und Kessler stand einfach immer richtig. "Ich hatte mir vorher Videos angeschaut und war oft schon da, wo der Ball hinkam", verriet der HSV-Schlussmann und lobte die Abwehr um Maurice Duchene, Marcel Rudolph, Julius Rost und Lars Pfiffer.

Derby genau zur rechten Zeit

Letzterer verletzte sich an der Schulter und schied früh aus. Folge: Nur fünf Monate nach einem Wadenbeinbruch kam Bruder David aufs Feld und übernahm die Regie. "Als Lars ausfiel, habe ich nicht lange überlegt. Es ging, aber ich bin unsicher. Das dauert noch", sagte der Spielmacher. Merzig dominierte die Partie bis zum Abpfiff, musste für den Sieg aber hart kämpfen. "Es war schön, wieder hier zu sein. Wir wollten aber nichts verschenken. Merzig war einfach besser", gestand Vallet, der im Duell gegen die früheren Kollegen besonders motiviert war. "Das ist wohl immer so", meinte später auch Norbert Petö und grinste: "In unserer brenzligen Lage kam das Derby für mich zum richtigen Zeitpunkt."

Die Tore für den HSV Merzig-Hilbringen : Norbert Petö 14, Marius Merziger 5, Sebastian Klein 3, Tomas Kraucevicius 2, Marcel Rudolph 2, David Pfiffer 2/2, Lars Pfiffer 1, Julius Rost 1.