| 00:00 Uhr

HSV korrigiert nach Kantersieg sein Saisonziel nach oben

Merzig. Nach dem 40:29-Sieg bei Schlusslicht Bodenheim ist klar, dass die Handballer des Oberligisten HSV Merzig-Hilbringen mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Besonders schön war der Erfolg aber noch aus einem anderen Grund. Roland Schmidt

Demontage: Handball-Oberligist HSV Merzig-Hilbringen hat am Samstag die Gastfreundschaft des TV Bodenheim stark strapaziert. Mit 40:29 hämmerten die Wölfe das chancenlose Schlusslicht aus eigener Halle und realisierten mit dem dritten Sieg in Folge die von Trainer Marcus Simowski geforderte Mini-Serie. Nach einer knappen Viertelstunde hatte sich der von Thomas Kochann dirigierte HSV-Angriff bereits mit 12:7 in Front geworfen. David Pfiffer und Mathias Bochem leiteten die "zweite Welle" ein und dank schneller Konter konnte Bodenheims Abwehr überrannt und der Vorsprung bis zur Pause auf 23:14 ausgebaut werden. "Das war schon eine Vorentscheidung. Aber die Jungs blieben der Marschroute treu", stellte Simowski zufrieden fest. Seine offensive 3:2:1-Deckung ließ nun kaum noch Durchbrüche zu. Vorne fielen die Tore wie reife Früchte. Im Positionsspiel durch die Rückraumschützen Norbert Petö (9), Tomas Kraucevicius (8) und Tom Paetow (5). Nach Tempo-Gegenstößen langten der Außenspieler Marius Merziger (4) und Sebastian Klein (3) zu.

In der 50. Minute war es so weit: Christian Jung, der sich vor der Saison in einem Testspiel an der Schulter verletzt hatte, kam aufs Feld. "Er fügte sich nach langer Reha gut ins Spiel ein. Der Anfang ist gemacht", freute sich Simowski für seinen Neuzugang. Fazit: Unerwartet kam der Kantersieg bei den punktlosen Pfälzern nicht, der Zwischenstand der HSV-Truppe nach 19 von 30 Spielen überrascht dagegen schon. Positiv, denn mit 24 Punkten auf dem Konto wird der Tabellenfünfte mit dem Abstieg diesmal nichts zu tun haben. Zeit für eine Saisonziel-Korrektur. "Rang neun bis sechs. Ein Mittelfeldplatz ist drin, wenn die Jungs weiter so engagiert trainieren und Verletzungen ausbleiben", sagt HSV-Boss Jens Peter Schlingmann und blickt optimistisch nach vorn.

Die Tore für den HSV Merzig-Hilbringen: Norbert Petö 9, Tomas Kraucevizius 8, David Pfiffer 5/2, Tom Paetow 5, Marius Merziger 4, Sebastian Klein 3, Peter Laux 3, Thomas Kochann 2/1, Julius Rost 1.