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Ausstellung in der Stadthalle zeigt Bilder von früher und heute

Merzig : Vergleich von Vergangenheit und Gegenwart

Die Vielfalt der Geschichte von Merzig zeigt jetzt eine Ausstellung in der Merziger Stadthalle. Fotos zeigen den Wandel der Stadt.

„Merzig – im Wandel der Zeit“ heißt die Ausstellung, die am vergangenen Mittwoch in der Merziger Stadthalle eröffnet wurde. Sie lässt die Besucher in die ganze Vielfalt der Geschichte von Merzig eintauchen und vergleicht auf eindrucksvolle Weise Vergangenheit mit Gegenwart. Dabei lassen sich auf den Bildern in anschaulicher Weise die Entwicklungen Merzigs nachvollziehen und zeigen die Stadt in einem neuen Licht.

Besonders Interessant war für die Besucher, dass sie historische Aufnahmen markanter Punkte in der Stadt neuen Aufnahmen gegenüberstellen konnten. So waren beispielsweise Fotomotive der Merziger Fußgängerzone zu sehen, die interessante Einblicke vermittelten. Dabei ließen sich die Standorte der damaligen Aufnahmen aus der Poststraße auch heute noch gut nachvollziehen, da sich in diesem Bereich viele Gebäude vom äußeren Erscheinungsbild kaum verändert haben. Beim genaueren Hinsehen lassen sich allerdings erhebliche Unterschiede feststellen. So war beispielsweise die heutige Fußgängerzone zur damaligen Zeit noch mit dem Auto befahrbar und wurde als Durchgangsstraße genutzt. Dies war aber nur ein Detail, das sich aus den vielzähligen Aufnahmen entnehmen ließ.

Darüber hinaus wurden aber auch wunderbare Motive rund um den Seffersbach, die Altstadt, das Klinikum oder aus den Stadtteilen präsentiert, die einen tiefgreifenden Eindruck von dem damaligen Merzig geben und auf eindrucksvolle Weise zeigen, wie die Bürgerinnen und Bürger der Stadt früher lebten. Dabei regt die Ausstellung die Besucher zum Nachdenken an. Denn zunächst stellt sich immer die Frage, wo das Fotomotiv aufgenommen wurde. Im Anschluss kann jeder Betrachter dann für sich entscheiden, an welchen Orten der Stadt Wunden zugefügt wurden und in welchen Bereichen sich eine positive Entwicklung vollzogen hat.

Initiator der Veranstaltung ist das Kreiskulturzentrum Villa Fuchs, das aufgrund der Facebookseite „Merzig – im Wandel der Zeit“ von Christian Reuter die Idee hatte, eine solche Ausstellung ins Leben zu rufen. Darüber hinaus haben aber auch Dieter Kettenhofen und Lothar Bauer sowie alle, die historisches Bildmaterial zur Verfügung gestellt hatten, einen großen Anteil an der Realisierung der Ausstellung.

Im Rahmen der Vernissage begrüßte der Geschäftsführer des Kreiskulturzentrums Villa Fuchs, Michael Rauch, zahlreiche Gäste in der Stadthalle und ging auf den eigentlichen Ursprung der Ausstellung ein. So war ein Film, der vor rund 20 Jahren aus Anlass der 175-jährigen Stadtrechte entstanden ist, der historische Anstoß der jetzigen Ausstellung. Vor diesem Hintergrund wurde dieses Merziger Zeitdokument am Eröffnungsabend auch präsentiert. Darin waren Bilder und Videos – unter anderem zum Kirchplatz St. Peter, der Terrakottafabrik, der Saarbrücke, dem Kaisergarten, der Merzig-Büschfelder-Eisenbahn, dem Freibad Heilborn, der Saarfürst-Brauerei, der Kanalisierung der Saar oder zur Entstehung des Biereichenfestes – zu sehen. Aber auch Orte, die heutzutage kaum noch jemand kennt, wie beispielsweise die Badeanstalt in der Saar, die Freilichtbühne Silwingen oder das Russenlager am Kammerforst wurden in der Präsentation beleuchtet.

Bürgermeister Marcus Hoffeld erinnert sich beim Anblick der Bilder an seine Kindheitstage. „Mir persönlich zeigt die Ausstellung, dass Merzig eine eindrucksvolle Vergangenheit hinter sich hat. Daher muss ein wichtiger Bestandteil unserer gemeinsamen Bemühungen sein, Merzig in seiner Eigenart zu erhalten, zu pflegen und weiterzuentwickeln. Eine Stadt lebt und wächst nicht von selbst, sondern durch den Fleiß, die Initiative und den Gemeinsinn ihrer Bürger“, sagte der Bürgermeister im Rahmen der Vernissage und richtete seinen Dank neben den Initiatoren an alle Menschen der Vergangenheit und der Gegenwart, die Merzig geprägt haben und in Zukunft prägen werden.

Die Ausstellung ist noch bis zum 6. Februar zu den Öffnungszeiten der Stadthalle (montags bis donnerstags von 9 bis 13 Uhr und 14 bis 16 Uhr sowie freitags von 9 bis 13 Uhr) zu sehen. Darüber hinaus wird die Ausstellung an den beiden Sonntagen (27. Januar und 3. Februar) von 11 bis 16 Uhr zu besuchen sein.