Zwischen Rittern und Feuerspuckern

Britten. Hammerschläge, Flöten-, Lauten- und Dudelsackmusik, Waffenklirren und ein munteres Stimmengewirr erfüllten den Waldfestplatz in Britten

Britten. Hammerschläge, Flöten-, Lauten- und Dudelsackmusik, Waffenklirren und ein munteres Stimmengewirr erfüllten den Waldfestplatz in Britten. Edle Ritter hatten sich nebst Gefolge dort niedergelassen, und mit ihnen war ein ganzer Tross von Handwerkern, Händlern, Märchenerzählern und anderen Vertretern des fahrenden Volkes gekommen, die auf der Wiese ihre Waren feilboten und die Gäste mit vielen schönen Darbietungen unterhielten.Gleich im Eingangsbereich lockte eine Hanfbäckerei und ein Hofnarr (Gerd Schmitt) erfreute die Kinder mit interaktiven Märchen. Es gab ein Beduinenzelt, in dem man Tee trinken und sich entspannen konnte, im Palast der Sinnlichkeit lagen Räucherstäbchen und handgefertigte Seifen aus, während nebenan Wolle gefärbt wurde und kunstvolle Artikel aus Leder entstanden.

Im hinteren Teil der Wiese standen zahlreiche bunte Zelte, an dreibeinigen Gestellen hingen Kessel über dem Feuer und zwischen ihren Rüstungen und Waffen saßen die Ritter und sammelten Kräfte für kommende Heldentaten. Auch in den Zelten ging es streng mittelalterlich zu: Die Lager waren mit Fellen gedeckt und die mitgeführten Habseligkeiten in Weidenkörben verstaut.

Eintauchen in eine fremde Welt

Große und kleine Gäste gingen staunend durch diese fremde Welt, blieben fasziniert vor einer Gruppe von Wikingern stehen, bewunderten einen Bronzegießer und einen Schmied, der mit mächtigen Hammerschlägen eine Klinge bearbeitete. Abends gab es Feuerspektakel mit der Gruppe Setanta und das Folk-Ensemble Myrddin präsentierte keltische Musik. "Man kann hier richtig in die Vergangenheit eintauchen", schwärmte eine Besucherin, die selbst in mittelalterlichen Gewändern zu der Veranstaltung erschienen war.

Besonders gut hatten die Veranstalter, die Gemeinschaft der Britter Ortsvereine und der Eigenbetrieb Tourismus der Gemeinde Losheim am See, an die Kinder gedacht. Sie konnten ein eigenes Turnier ausfechten, gegen an Schnüren aufgehängte Säcke kämpfen, mit Pfeil und Bogen schießen, Äxte und Hufeisen werfen, und in einer Taverne gab es für sie Speise und Trank. Flöten- und Schellenklang, Laute, Trommel und Dudelsack lockten die Besucher zu einem Zelt, wo die Gruppe "Magischer Silberling" mittelalterliche Tänze aus Lothringen spielte. Mit großem Einfallsreichtum und viel Liebe zum Detail hatte man hier eine Welt erschaffen, die zum Genießen und Träumen einlud.