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Düppenweiler
Das bergmännische Liedgut bewahrt

Chorleiter Erhard Seger (rechts)  überreichte dem Vorsitzenden des Vereins Historisches Kupferbergwerk Düppenweiler, Werner Kockler (Mitte) und Ortsvorsteher Thomas Ackermann die neue CD.
Chorleiter Erhard Seger (rechts)  überreichte dem Vorsitzenden des Vereins Historisches Kupferbergwerk Düppenweiler, Werner Kockler (Mitte) und Ortsvorsteher Thomas Ackermann die neue CD. FOTO: Norbert Becker
Düppenweiler. Von den Bergsängern des Kupferbergwerks in Düppenweiler gibt es jetzt eine CD mit alten Bergmannsliedern.

Pünktlich zum Namensfest der Heiligen Barbara als Schutzpatronin der Bergleute stellten die Bergsänger des Kupferbergwerks Düppenweiler dem Vorstand ihres Trägervereins Historisches Kupferbergwerk Düppenweiler – Verein für Geschichte und Kultur – ihre nun erschienene CD vor. Der Vereinsvorsitzende Werner Kockler hieß bei der Zusammenkunft in der Knappenstube der Kupferschmelze seine Vorstandskollegen und die Bergsänger willkommen. „Neben unserer Kultur- und Theatersparte haben wir seit einiger Zeit auch die Bergsänger als Gruppe in unserem Verein, die in ihrer bergmännischen Tracht ein schönes Bild abgeben“, erklärte Kockler. Er stellte fest, dass die bergmännische Gesangsliteratur immer weniger werde. „Mittlerweile haben wir fast keine Bergmannschöre mehr im Saarland. Wir verfügen jedoch über eine kleine, aber feine Gruppe, die nun unter dem Titel  „Schon wieder tönt vom Schachte her“ eine CD mit bergmännischer Literatur, herausgegeben hat. Das freut mich sehr“, sagte der Vorsitzende weiter.



Unter den Liedern ist nach seinen Ausführungen auch eines in einer Düppenweiler-Version, wie es zwei alte, ehemalige Bergleute des Ortes, Andreas Schwarz und Alfred Müllenbach,  immer sangen. Die ganze Aufmachung der CD mit Bildern, die das Projekt des Vereins ausmachten, passe richtig gut. „Ich bin mir sicher, dass wir für die CD viele Abnehmer finden“, betonte Kockler. Chorleiter Erhard Seger erläuterte die Entstehung und den Inhalt der CD. Vorab sprach er seinem Sangesbruder und Notenwart Günther Britz, der den Chor immer mit neuen Werken versorgt, seinen Dank aus und überreichte ihm ein Präsent. Nach Segers Worten gehören dem Chor neun Mann, also ein Doppelquartett, an. Schon 20 Jahre vorher habe man mit einigen Leuten bei der Barbarafeier und Mettenschicht gesungen. „Auf der CD befinden sich 18 Barbara- und Knappenlieder. Quer durch die deutschen Reviere gibt es so was nicht. Wir haben somit ein Novum gestartet“, erklärte Seger. Auch Lustiges, wie „Die Bergleut sind die schönsten Leut“, ebenso wie das Topfstädter Schachtlied mit heimatlichem Flair, bei dem es am schwierigsten gewesen sei, den richtigen Rhythmus hineinzubringen,  sind auf der CD. Die Sänger hätten es aber nach drei Proben beherrscht. In einem Textheft sind die Titel sowie ein Grußwort des Vorsitzenden Kockler und die Geschichte der Bergsänger aufgeführt. „Als einziges nicht den Bergbau betreffendes Lied haben wir ‚Kein schöner Land’ eingefügt, was aber passt. Ich denke, die CD ist uns als kleinem Chor mit zwei Aufnahmeterminen sehr gelungen“, meinte Seger, der zu einer Kostprobe das Steigerlied anstimmte. Werner Kockler bedankte sich bei allen Chormitgliedern, besonders beim Dirigenten Seger und Notenwart Günther Britz: „Es ist erstaunlich, was ihr geleistet habt.“

Die CD ist in einer Auflage von 100 Stück vorhanden und kann für zehn Euro beim Chor oder Verein erworben werden.

Die Bergsänger des Kupferbergwerks Düppenweiler in ihrer bergmännischen Tracht.
Die Bergsänger des Kupferbergwerks Düppenweiler in ihrer bergmännischen Tracht. FOTO: Chor Bergsänger Düppenweiler