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Wegen Corona keine Busse und Bahnen mehr vom Saarland nach Frankreich

Regelung gilt ab Montag : Wegen Corona keine Busse und Bahnen mehr vom Saarland nach Frankreich

Busse und Bahnen im Nahverkehr fahren wegen des Coronavirus ab Montag nicht mehr vom Saarland nach Frankreich. Auch das Personal der Verkehrsbetriebe soll geschützt werden.

Das hat die saarländische Verkehrsministerin Anke Rehlinger (SPD) am Freitag in einer Telefonkonferenz unter anderem mit Verkehrsbetrieben und Landkreisen vereinbart. Die französische Nachbarregion Grand Est war am Mittwoch vom Robert-Koch-Institut als Corona-Risikogebiet eingestuft worden, deshalb seien „einschneidende Maßnahmen notwendig“, erklärte Rehlinger.

Aktuell nicht einstellen will das Ministerium die Luxemburg-Express-Busse. Man werde aber zustätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, heißt es in einem Kommuniqué.

Nach der Schließung von Schulen und Kitas stellt der von den Kommunen getragene Zweckverband Personennahverkehr Saarland (ZPS) im Busverkehr ab Montag auf den Ferienfahrplan um. Allerdings bleibe ein „Rumpfverkehr“ für die geplante Notbetreuung von Kindern möglich. In Saarbrücken gilt laut Ministerium der Samstagsfahrplan. Für die Inhaber von Zeitkarten strebt das Ministerium eine „kulante Ausgleichsregelung“ an.

Auch das Personal im öffentlichen Nahverkehr soll vor dem Coronavirus bewahrt werden. Die Gewerkschaft Verdi hatte zuletzt Alarm geschlagen und konkrete Vorschläge gemacht. „Wir brauchen dringend den Schutz für die Kolleginnen und Kollegen, Hände waschen geht im Bus halt nicht“, sagte Christian Umlauf, als Gewerkschaftssekretär zuständig für Verkehr.

Nun gilt: Busfahrer verkaufen keine Tickets mehr. Fahrkarten können als Handy-Ticket und am Automaten erworben werden. Darüber hinaus bleiben die Vordertüren der Busse geschlossen, der Fahrerplatz werde besonders geschützt, teilt das Ministerium mit. Fahrgäste seien aufgefordert, Abstand zum Fahrer zu halten. Auch der Kundenkontakt der Zugbegleiter werde auf ein Minimum reduziert.

Wie das aussehen könnte, war auf einem Foto zu sehen, das bereits am Donnerstag im Netz kursierte. In einem Linienbus des privaten Busunternehmens Saar-Mobil, der zwischen Bildstock und Saarbrücken verkehrt, war der Busfahrer mit Absperrband von den Fahrgästen abgetrennt. Auf einem Aushang war zu lesen: „Damit wir weiterhin gesund ans Ziel kommen, bitten wir Sie, Abstand zu halten.“