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Schulen im Saarland: Bald weniger Kinder in Grundschulklassen

„Wir erleichtern das Ankommen in der Grundschule“ : Bald weniger Kinder in Saarlands Grundschulklassen

Das Saar-Bildungsministerium verringert ab kommendem Schuljahr die Klassengröße in den Grundschulen. Was das bedeutet.

Im nächsten Schuljahr dürfen in den Eingangsklassen an Grundschulen im Saarland maximal 25 Kinder unterrichtet werden. Das Saar-Bildungsministerium reduziert den Klassenteiler. Wird dieser Schwellenwert überschritten, muss laut Ministerium eine zweite Klasse gebildet werden.

„Weil zur Bewältigung der Pandemiefolgen für Kinder und Jugendliche im kommenden Schuljahr insgesamt mehr Lehrkräfte unterrichten werden, ist dieser Schritt nun möglich“, heißt es aus dem Ministerium. Eigentlich ist die Größe einer Grundschulklasse auf höchstens 29 Kinder festgelegt. Die durchschnittliche Größe der künftigen 1. Klassen im Saarland liege bei rund 20 Kindern, so das Ministerium.

„Indem wir die Größe der ersten Klassen auf 25 Kinder begrenzen, erleichtern wir unseren Schulanfängerinnen und -anfängern den Einstieg und das Ankommen in der Grundschule. Das tun wir, weil wir wissen, wie wichtig ein guter Start in der Grundschule für den weiteren Bildungserfolg unserer Kinder und die Bildungsgerechtigkeit insgesamt ist“, sagt Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD).

Die Grundschulen, an denen aufgrund der Anmeldezahlen zusätzliche Klassen gebildet werden, seien heute darüber informiert worden. Die Information der Erziehungsberechtigten würden über die Schulen erfolgen.

Der Saarländische Lehrerinnen- und Lehrerverband (SLLV) hatte am Donnerstag gefordert, den Klassenteiler in allen Eingangsklassen der Grund- und der weiterführenden Schulen zu reduzieren. Hierzu teilte das Ministerium mit: Eingangsklassen der weiterführenden Schulen erhielten bei einer Klassengröße ab 26 Schülerinnen und Schülern ein zusätzliches Lehrerbudget, das sie gezielt zur Entlastung einsetzen könnten.

Für das kommende Schuljahr gebe es darüber hinaus für alle Schulen zusätzliche Ressourcen über das Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“. Hierfür habe das Ministerium den Schulen standortspezifische Budgets zugewiesen. Dieses Budget könnten die Schulen im kommenden Schuljahr für zusätzliche Maßnahmen einsetzen, die über externe Bildungsträger personalisiert werden. Der Schwerpunkt liege hier auf integrativer Förderung im Unterricht und ergänzenden Förderangeboten am Nachmittag. Der SLLV hatte das Programm zuvor als „Tropfen auf den heißen Stein“ bezeichnet.