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Corona im Saarland: Inzidenz steigt weiter, 3 Landkreise über 100

Aktuelle Corona-Zahlen : Sieben-Tage-Inzidenz steigt kontinuierlich – Das komplette Saarland nähert sich der 100er-Schwelle

Mehr neue Infektionen mit dem Corona-Virus als noch einen Tag zuvor meldet das Robert-Koch-Institut (RKI) am frühen Sonntagmorgen. Die Inzidenz steigt in vier Landkreisen. Zwischen ihnen liegen teils erhebliche Unterschiede.

178 neue Corona-Fälle binnen eines Tages hat das Robert-Koch-Institut (RKI) registriert. Das melden die Experten am Sonntag (5. September). Am Samstag hatte das RKI 133 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden mitgeteilt. Seit dem Pandemie-Beginn sind  45 219 Fälle zusammengekommen. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Saarland liegt nun bei 95,4 und nähert sich damit kontinuierlich der 100er-Marke.

Das RKI meldet keinen weiteren Todesfall in Verbindung mit einer Coronavirus-Infektion. Die Gesamtzahl der Todesfälle im Saarland bleibt damit bei 1035.

Der Landkreis Saarlouis legte bei der Sieben-Tage-Inzidenz wieder zu, nachdem sie tags zuvor leicht zurückgegangen war. Er bleibt damit der Landkreis im Saarland mit den meisten Fällen, die innerhalb einer Woche, bezogen auf 100 000 Einwohner, registriert wurden. Der Wert liegt aktuell bei 120,8 (Samstag: 116,7). Dicht dahinter liegt der Regionalverband Saarbrücken mit 118,8. Hier machte die Inzidenz einen großen Sprung; sie lag am Samstag bei 108,4. In zwei Landkreisen sank der Wert: im Saarpfalz-Kreis auf 105,2 (zuvor: 113,7) und in St. Wendel erheblich von 59 auf 44. Damit löste er den Landkreis Neunkirchen (47,3) als denjenigen mit dem geringsten Wert ab. Die Inzidenzien im Saarland zwischen den einzelnen Regionen sind damit sehr unterschiedlich.

Die Corona-Zahlen für Deutschland

Das RKI meldet 10 453 neue Coronavirus-Infektionen – 24 Prozent mehr als vor einer Woche. Die Gesamtzahl der bestätigten Ansteckungen überschreitet damit eine weitere Millionenmarke.

Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich mehr als vier Millionen Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert. Bislang haben die Gesundheitsämter 4 005 641 Ansteckungen gemeldet, wie aus Daten des RKI hervorgeht. Die tatsächliche Zahl der Ansteckungen hierzulande dürfte höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Im Laufe des Samstags übermittelten die Ämter demnach 10 453 Fälle. Vor einer Woche hatte der Wert bei 8416 Ansteckungen gelegen. Im Vorwochenvergleich kam es damit zu einem Anstieg um 24 Prozent.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen stieg abermals an. So lag sie zuletzt bei 83,1 – am Vortag hatte der Wert bei 80,7 gelegen, vor einer Woche bei 74,1. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.13 Uhr wiedergeben.

Die Inzidenz der Neuinfektionen war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben weitere Werte wie die Zahl der Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI zuletzt am Freitag mit 1,83 an (Vortag 1,74). Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen.