Hostenbacher Gratwanderung

Hostenbacher Gratwanderung

Hostenbach. "Wir haben uns in den vergangenen Spielen schon irgendwo stabilisiert", sagt Andreas Zimmer, der Spielertrainer der Sportfreunde Hostenbach. Mit sechs Niederlagen und nur einem Sieg gestartet, hat Hostenbach in der Fußball-Landesliga inzwischen deutlich Boden gut gemacht

Hostenbach. "Wir haben uns in den vergangenen Spielen schon irgendwo stabilisiert", sagt Andreas Zimmer, der Spielertrainer der Sportfreunde Hostenbach. Mit sechs Niederlagen und nur einem Sieg gestartet, hat Hostenbach in der Fußball-Landesliga inzwischen deutlich Boden gut gemacht. Dennoch ist die Lage, trotz der zuletzt neun Zähler aus sechs Partien, mit Platz 16 weiterhin angespannt. Das kommende Heimspiel gegen den FC Wadrill im Blick meint Zimmer deshalb: "Eine Niederlage können wir uns da absolut nicht erlauben - auch ein Unentschieden bringt uns nicht weiter. Wir müssen am Sonntag einfach gewinnen", betont Zimmer die Wichtigkeit des Spiels gegen den Tabellenvorletzten (15 Uhr).

Dieser konnte am Wochenende eine lange Durststrecke beenden. Nach nur einem Punkt aus acht Partien siegte Wadrill mit 4:3 gegen den SC Reisbach und rückte damit bis auf einen Zähler an Hostenbach heran. Die SF selbst konnten dagegen nichts für ihr Punktekonto tun. Die Partie in Hühnerfeld wurde wegen einer schweren Verletzung eines Hühnerfelders eine Viertelstunde vor Schluss beim Stand von 0:0 abgebrochen und wird nun am Dienstag, 23. November um19 Uhr, wiederholt.

Am Sonntag gegen Wadrill gilt es vor allem, die Kreise von Spielertrainer Stefan Trampert einzuengen. Mit ihm steht und fällt das Spiel des kommenden Hostenbacher Gegners. Neun von insgesamt 16 Saisontreffer des FCW gehen auf Tramperts Konto. Auch beim Sieg über Reisbach schlug der 31-Jährige doppelt zu. "Auf ihn müssen wir schon ein besonderes Augenmerk richten", bestätigt Zimmer, der aber auch sagt: "Wir wollen dennoch in erster Linie versuchen, unsere eigene Taktik und unser eigenes Spiel durchzusetzen."

Es fehlt noch an Konstanz

Damit das gelingt, muss aber endlich mehr Konstanz her. Vor allem im mentalen Bereich gibt es laut Zimmer bei seinem jungen Team immer noch Probleme: "In den vergangenen Partien hatten wir acht Spieler in der Startelf, die zwischen 19 und 22 Jahre alt sind. Da fehlt in gewissen Situationen einfach die nötige Erfahrung. Das Potenzial ist vorhanden, es ist aber immer eine schmale Gratwanderung, ob die Jungs ihre Leistung dann auch tatsächlich abrufen", so der Spielertrainer.

Am Sonntag sollte das aber der Fall sein. "Wer in dieser ausgeglichenen Klasse nur 80 Prozent Leistung bringt, bekommt Probleme. Egal gegen wen. Das hat der SC Reisbach gegen Wadrill zu spüren bekommen und das darf uns eben nicht passieren. Wer das Spiel verliert, wird wohl noch längere Zeit unten drin stecken bleiben", warnt Zimmer.

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