1. Saarland

FFH will OB-Kandidaten aufstellen

FFH will OB-Kandidaten aufstellen

Homburg. Wenn es um Homburg geht, dann sieht die Fraktion für Homburg die Bebauung des Enklerplatzes mit einer Einkaufsgalerie in der derzeit geplanten Form sehr kritisch

Homburg. Wenn es um Homburg geht, dann sieht die Fraktion für Homburg die Bebauung des Enklerplatzes mit einer Einkaufsgalerie in der derzeit geplanten Form sehr kritisch. Es müsse eine vorausschauende Stadtplanung geben, im Zuge derer man sich fragen müsse: "Wie soll die Stadt in 20 Jahren aussehen?", betonten Peter Müller und die drei weiteren FFH-Mitglieder Elke Pätzold, Manuel Schmidt und Hans Josef Reichhart. Ihre Forderung: eine Begrenzung des Einkaufszentrums auf 12 000 Quadratmeter und eine Bebauung des Vauban-Carrées noch vor dem Enklerplatz.Werde dort gebaut, dann müsse kräftig Geld in die Hand genommen werden, um die Umgebung attraktiver zu machen. Ein Punkt müsse dabei sein, dass der historische Marktplatz autofrei wird. Derzeit kann hier in der Regel und die meiste Zeit auf einem Teil geparkt werden. "Man muss auch politisch mutige Entscheidungen fällen", forderte die FFH.

Sie sieht sich allgemein als Sprachrohr der Bürger ohne parteipolitischen Überbau. Dennoch sei sie sich im Klaren darüber, "dass wir nicht die Welt aufhalten können. Wir bringen aber viele zum Nachdenken", so die Fraktion. Derzeit erhielten sie viel Zuspruch und viele Anfragen, ob man bei ihnen eintreten könne, sagte Müller. Bei der nächsten Oberbürgermeisterwahl im Jahr 2014 wolle die FFH mit einem eigenen Kandidaten antreten, kündigten sie an.

Müller unterstrich, dass er nicht verstehen könne, dass die CDU, so wie es im Moment aussehe, keinen eigenen Kandidaten ins Rennen schicke, sondern wohl einen SPD-Mann unterstütze. Die FFH werde nun einen geeigneten Kandidaten suchen und ihn dann präsentieren.

Der historische Homburger Marktplatz soll autofrei werden, fordert die Fraktion für Homburg (FFH). Foto: Steigner/Saarpfalz-Kreis

Für bedenklich hält die FFH die Rolle der Homburger Parkhaus- und Stadtbus-GmbH (HPS), insbesondere die Ausweitung des Unternehmenszwecks, was ihr erlaube, Grundstücksgeschäfte zu betreiben. Die HPS habe sich zu einem Nebenparlament entwickelt, das wichtiger sei als das Kommunalparlament. Als Beispiele für diese These nannte die FFH Grundstücksankäufe, etwa das an der Entenmühle oder die 50 Prozent an der ehemaligen Parkfläche am Eden-Kino. "Und das bei einer Stadt, die kurz vor einem Sanierungshaushalt steht." Dadurch werde einiges umgangen: die Schuldenbremse, ebenso die Stadtratsmehrheiten und die Diskussionen in den Ausschüssen. ust/pn