Feuerwehr auf Silvester vorbereitet

Feuerwehr auf Silvester vorbereitet

In den vergangenen Jahren war es in der Silvesternacht in Homburg für die Feuerwehr verhältnismäßig ruhig. Es wurde zwar einiges an Feuerwerkskörper in den Nachthimmel geschossen, die Homburger verhielten sich aber sehr diszipliniert. Das soll auch diesmal so sein.

Silvester steht vor der Tür, und dabei ist das Silvesterfeuerwerk fester Bestandteil des stimmungsvollen Jahreswechsels. In jedem Jahr bringen die Hersteller neue Produkte auf den Markt, doch beim Feuerwerk ist Vorsicht geboten. Alle Jahre wieder werden mit dem Abbrennen von Pyrotechnik durch Leichtfertigkeit, Unachtsamkeit und mangelnde Sorgfalt folgenreiche Brände und auch Verletzungen ausgelöst und sind häufig Anlass für Einsätze von Feuerwehr und Rettungsdienste. Insbesondere Alkoholkonsum und Feuerwerk vertragen sich nicht miteinander.

Aus diesem Grund appelliert der stellvertretende Wehrführer der Stadt Homburg, Arne Eis, an die Vernunft im Umgang mit Feuerwerkskörpern. Er ruft im Gespräch mit unserer Zeitung daher alle Feuerwerker auf, in der Silvesternacht die entsprechenden Sicherheitshinweise zu beachten und ausschließlich geprüfte Feuerwerkskörper zu benutzen. Raketen sollten niemals aus der Hand, sondern aus einem Eimer Sand oder einer mit Wasser gefüllten Flasche senkrecht gezündet werden. Nicht abgebrannte Blindgänger sollten keinesfalls ein zweites Mal gezündet, sondern in einem Eimer mit Wasser geworfen werden.

Darüber hinaus sollten Raketen nicht inmitten einer Gruppe von Menschen abgeschossen werden, sondern in einem freien Raum mit ausreichend Sicherheitsabstand, weist Eis auf nicht zu unterschätzende Gefahren hin.

An größere Probleme in und um Silvester in den vergangenen Jahren kann er sich rückblickend nicht erinnern. So sei die Feuerwehr vor zwei Jahren lediglich zu zwei kleineren Bränden ausgerückt. Man habe einen Brand in einem Altkleider-Container in der Nähe der Polizei sowie zwei Heckenbrände löschen müssen. Beide Brände seien durch Böller entstanden, so Arne Eis. Im vergangenen Jahr habe es keine Vorkommnisse gegeben, so Eis: "Es war eine ruhige Silvesternacht". Durch den stark zugenommenen Trend hin zur Fächerbatterie, die ihr Pulver schräg abschießen, sei das Feuerwerk auch nicht mehr so gefährlich, so der stellvertretende Wehrführer.

Was die am Dienstagbend stattfindende Silvesterparty auf dem Christian-Weber-Platz angeht, gebe es keine besonderen Vorbereitungen und speziellen Maßnahmen bei der Homburger Feuerwehr. "Wir sind generell gut aufgestellt", verweist Arne Eis auf die Vielzahl an Veranstaltungen, die im Jahr in Homburg und den einzelnen Stadtteilen stattfinden. "Die Silvesterparty behandeln wir aus diesem Grund wie ein normales Dorffest, eine Kirmes oder auch die Festa Italiana", meint Eis. "Tagesgeschäft" laute aus diesem Grund das Motto der Feuerwehr. Trotzdem sei man auf alle Eventualitäten vorbereitet.

Ob durch Böller, Kracher und Feuerwerkskörper verursachte Brände in Papier- und Kleidercontainern, in Mülleimern oder auf Balkonen und in Gartenhäuschen, die Feuerwehr sei vorbereitet. Doch nicht nur Pyrotechnik kann an Silvester gefährlich sein, sondern auch das Abendessen, wenn etwa das Fett im Fondue-Topf anfängt zu brennen. Um diesen Brand zu bekämpfen, darf das Feuer keinesfalls mit Wasser gelöscht werden. Stattdessen lieber einen Deckel drauflegen, um das Feuer auf diese Weise zu ersticken. "Wir haben bei der Feuerwehr Homburg-Mitte in der Silvesternacht genügend Leute in Bereitschaft, die die Sonderfahrzeuge fahren und bedienen können."