Eppelborn macht die Bahn frei für Solarpark

Eppelborn macht die Bahn frei für Solarpark

Der Bau des Solarparks Bubach rückt näher. Der Gemeinderat Eppelborn beschloss am Mittwoch die Unterzeichnung des Durchführungsvertrags mit Ökostrom. Die Photovoltaik-Anlage soll 4,5 Hektar einnehmen.

Die Planung des Solarparks Bubach geht in die nächste Runde. Der Gemeinderat in Eppelborn hat am vergangenen Mittwoch mehrheitlich beschlossen, einen Durchführungsvertrag mit der Firma Ökostrom Saar GmbH aus Merzig abzuschließen. Diese will zwischen Bubach und Lebach entlang der Bahntrasse eine Photovoltaik-Anlage errichten. Beabsichtigt ist eine Anlage von rund 4,5 Hektar und einer Leistung von bis zu drei Megawatt. Die geplante Fläche von sechs Hektar reduzierte Ökostrom jedoch aufgrund des Arten- und Biotopschutzes. Mehrere Gemeinderatsmitglieder erklärten sich befangen und verließen die Sitzung, darunter Berthold Schmitt, Fraktionsvorsitzender der CDU, der dem Aufsichtsrat der Bürgerenergiegenossenschaft Eppelborn (BEE) angehört. Stattdessen trug Werner Michel, Ortsvorsteher von Bubach und CDU-Mitglied, seine Zweifel vor. Er warf der Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset vor, ebenso befangen zu sein, da sie bis eine Stunde vor der Ausschusssitzung im März noch Mitglied der BEE war und die Mitgliedschaft nur mündlich kündigte. Daher könne der Flächennutzungsplan für den Solarpark nicht beschlossen werden. Außerdem gehe er von einem Verstoß gegen den Hochwasserschutz aus und fordere eine Standortstudie für die Gemeinde. Sein Vortrag bewirkte jedoch keine Umstimmung. Nur drei Personen stimmten gegen den Vertrag und den Beschluss des Bebauungsplans.

Den Fraktionsantrag der FDP, einen mobilen Bürgerdienst in Eppelborn einzuführen, will die Bürgermeisterin einer Bedarfsprüfung unterziehen. Durch den Dienst könne Eppelborn für Leute mit eingeschränkter Mobilität attraktiv bleiben, erklärte Alwin Theobald. Er stellte den mobilen Bürgerkoffer der Bundesdruckerei vor, der es möglich macht, Pässe und Bescheinigungen bei den Bürgern zu Hause auszustellen.

Weiterhin beschloss der Gemeinderat den Antrag der CDU, mögliche Träger für das Jean-Lurçat-Museum zu suchen. Das Museum - "ein Alleinstellungsmerkmal für Eppelborn" - solle laut Schmitt in den "Kulturtourismus im Raum Saar-Lor-Lux eingebunden" und gesichert werden. Den Ehrenamtlern, die das Museum derzeit leiten, sei dies nicht möglich. Ein Vorschlag des Bürgerforums, den Riesenbärenklau in der Gemeinde zu bekämpfen und dazu einen Fünfjahresplan zu erstellen, stieß bei der Bürgermeisterin auf Ablehnung. Sie befürwortete verstärkte Aufklärungsarbeit, aber sei finanziell nicht in der Lage, einen Fünfjahresplan aufzustellen. Bürgerforum-Fraktionsvorsitzender Dieter Schmidt sagte: "Wenn wir jetzt nicht tätig werden, dann werden wir später viel mehr Geld in die Hand nehmen müssen." Die Bürgermeisterin wolle nun die mit Bärenklau bewachsenen Flächen kartieren lassen und die Umweltministerin um Hilfe bitten.

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