Bankkunden haben bald weitere Wege

Bankkunden haben bald weitere Wege

"Fischbach- und Sulzbachtal" Sparkasse Filialschließungen Automatenfiliale

Dudweiler/Quierschied/Sulzbach. Bankkunden in unserer Region müssen bald weitere Wege gehen, wenn die Sparkasse Saarbrücken ihre Pläne umsetzt. Während zwei Filialen ganz geschlossen werden sollen, wird diejenige in Herrensohr zum Service-Center umgebaut. Als Ursachen für diese unternehmerischen Entscheidungen werden von Bernd Heinrichs, Pressereferent der Sparkasse, die Bevölkerungsentwicklung sowie betriebswirtschaftliche Gründe angeführt: "Die Aufgabe hängt damit zusammen, dass ein erheblicher Investitionsbedarf in den Filialen besteht. Unsere modernen Stellen sind barrierefrei und haben Parkplätze in der Nähe. Alles Punkte, die für uns wichtig sind", erklärt Heinrichs.67 Vertriebsstellen habe die Sparkasse zurzeit. Dieses dichte Netz sei aus betriebswirtschaftlichen Gründen nicht mehr haltbar.

"Eine Studie im Auftrag des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes hat aufgezeigt, dass Filialen im Umkreis von 15 Autominuten ausreichend sind. Bei den betroffenen Filialen sind Ersatzstellen in nicht einmal 15 Minuten zu Fuß erreichbar", sagt Heinrichs. Ein genauer Schließungstermin stehe bisher noch nicht fest, die Veränderungen seien jedoch für das zweite Quartal, etwa kurz nach Ostern, vorgesehen. Mitarbeiter müssten allerdings keine Entlassungen fürchten.

Heinrichs: "Unsere Mitarbeiter werden auf Filialen in der Nähe verteilt, damit den Kunden ihre Ansprechpartner erhalten bleiben." Die Sparkasse in Herrensohr wird als einzige der betroffenen Filialen in der Region nicht komplett geschlossen, sie soll in ein sogenanntes Service-Center umgewandelt werden. Was bedeutet, Bank-Mitarbeiter wird es vor Ort nicht mehr geben, jedoch soll noch im Februar ein Geldautomat installiert werden. Und das Service-Terminal, welches beispielsweise Überweisungen, Lastschriften und Daueraufträge ermöglicht, sowie der Kontoauszugsdrucker bleiben erhalten. Zwei Monate hätten so die Kunden noch Zeit, sich mit Hilfe der Sparkassen-Mitarbeiter mit den Geräten vertraut zu machen.

Kontonummern bleiben

Heinrichs schlägt vor, dass die Kunden der Filiale in Paulsburg dann das Beratungscenter in Quierschied nutzen könnten. Die nächste Ersatzstelle für Pfaffenkopf sei in Dudweiler-Süd, und für die Filiale in Altenwald gebe es mehrere Ersatzmöglichkeiten: "Sulzbach, Friedrichsthal und Hühnerfeld bieten sich hier an", sagt Heinrichs. Die Kontonummern der betroffenen Kunden im Fischbach- und Sulzbachtal würden nicht geändert, und auch die EC-Karten blieben uneingeschränkt weiter nutzbar.

Gertrud Lorig, die ehemalige Sprecherin der Senioren in der Pfarrgemeinde Sulzbach-Altenwald, übt dennoch Kritik an der Entscheidung der Bank: "Für jeden Kopf Salat muss man mittlerweile nach Friedrichsthal oder Sulzbach fahren. Mit Altenwald können sie machen, was sie wollen. Alte Leute kommen mit dem Autofahren nicht mehr zurecht. Es ist schlimm für die Senioren, und nicht jeder hat Kinder, die einen unterstützen können", meinte die Seniorin gegenüber der Saarbrücker Zeitung zu den Plänen abschließend.

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