"Politik zum Wohle des Bürgers"

"Politik zum Wohle des Bürgers"

St. Wendel. Ritter in voller Rüstung reiten aufeinander zu, versuchen, sich gegenseitig mit langen Lanzen von ihren Pferden zu stoßen. Ein kleiner Film im Anschluss an die Neujahrsrede von St. Wendels Bürgermeister Klaus Bouillon brachte am Freitagabend einen Vorgeschmack auf das große "authentische ritterliche Turnier" vom 31. August bis 1. September in der Kreisstadt

St. Wendel. Ritter in voller Rüstung reiten aufeinander zu, versuchen, sich gegenseitig mit langen Lanzen von ihren Pferden zu stoßen. Ein kleiner Film im Anschluss an die Neujahrsrede von St. Wendels Bürgermeister Klaus Bouillon brachte am Freitagabend einen Vorgeschmack auf das große "authentische ritterliche Turnier" vom 31. August bis 1. September in der Kreisstadt. Eine von 16 Großveranstaltungen in diesem Jahr. Alfred Geibig, Haupt-Kurator der historischen Waffensammlungen auf der Veste Coburg, mit dem die Stadt bei diesem Turnier eng zusammenarbeitet, gab einen kleinen Einblick in die Planung. Vor 500 Jahren besuchte Kaiser Maximilian St. Wendel. Anlässlich des Jubiläums sei die Idee entstanden, das Ritterturnier auszurichten. Engagiert habe man dafür die zehn besten Wettkämpfer aus drei Kontinenten. Geplant ist ein möglichst authentisches Turnier, eine "Zeitreise ins frühe 16. Jahrhundert", so Geibig.In seiner Ansprache zuvor betonte Bürgermeister Klaus Bouillon die Bedeutung solcher Veranstaltungen. "Das ist gelebtes Stadtmarketing, das ist Politik zum Wohle des Bürgers." Als Beispiel nannte er die Cross-WM im Radsport im vergangenen Jahr mit 30 000 Besuchern. Bouillon: "Wir haben für die meisten Übernachtungen im Land gesorgt." Finanziert werden könnten diese Veranstaltungen aber nur mit Hilfe von Sponsoren, nicht aus dem städtischen Haushalt. Im Jahr 2011 seien in der Stadt 20 Millionen Euro in verschiedene Bauvorhaben investiert worden. Und dies trotz einer Gewerbesteuerrückzahlung von 11,4 Millionen Euro. In diesem Jahr werden es laut Bouillon 15 Millionen Euro sein.

Der Bürgermeister zählte einige Projekte auf: der weitere Ausbau des Hauses Colbus mit 3,5 Millionen Euro, der Ausbau der Grundschulen mit 500 000 Euro, die Sanierung der Halle Oberlinxweiler mit 200 000 Euro, die Fertigstellung der Ortsdurchfahrt Urweiler und der Baubeginn des Doppelkreisels am Tholeyer Berg, ebenso der Bau des Kulturzentrums in Hoof. Möglich werde dies mit großer finanzieller Unterstützung des Landes. Den Neujahrsempfang umrahmten die beiden Nachwuchsbands Spirit Wanted und Fehrplay, der Illusionist Julius Frack mit seiner Zaubershow, die Künstlerin Thekla Prinz mit Sandmalerei und das Schmitt-Duo.

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