Neuer Supermarkt: Naturschützer nehmen Kompromiss an

Neuer Supermarkt: Naturschützer nehmen Kompromiss an

Der Markt kommt also. Was sagen Sie dazu?Ulrich Heintz: Wir hätten uns zwar einen alternativen Standort in der Gemeinde gewünscht, und der wäre unseres Erachtens auch möglich gewesen. Dennoch ist die jetzige Lösung ein akzeptabler Kompromiss zwischen den Anliegen der Investoren, der Gemeinde und den gesetzlichen Regelungen

Der Markt kommt also. Was sagen Sie dazu?Ulrich Heintz: Wir hätten uns zwar einen alternativen Standort in der Gemeinde gewünscht, und der wäre unseres Erachtens auch möglich gewesen. Dennoch ist die jetzige Lösung ein akzeptabler Kompromiss zwischen den Anliegen der Investoren, der Gemeinde und den gesetzlichen Regelungen.

Welche Kompromisse mussten die Marktbefürworter für den Naturschutz machen?

Heintz: Es ging zunächst weniger um Kompromisse als um Beachtung der gesetzlichen Regelungen, die in so genannten Überschwemmungsgebieten gelten und deren Ziel es ist, im Sinne der Menschen, die an Gewässern wohnen, die noch unbebauten Flächen in den Auen tatsächlich frei zu halten. Dieses Gesetz schützt also in erster Linie die Menschen und dann die Natur. Immerhin konnte die in diesem Gebiet beanspruchte Fläche letztlich auf ein Minimum reduziert werden.

Gemeinde und Investoren mussten dem Nabu ein Versprechen zur weiteren Nutzung des Geländes geben. Wie sieht dies aus?

Heintz: Die Genehmigung der jetzigen Bebauung hätte die rechtliche Tür geöffnet für eine mögliche weitere Inanspruchnahme von Überschwemmungsgebietsflächen. Die Investoren haben uns jedoch vertraglich zugesichert, dass eine solche auf den angrenzenden Flächen in ihrem Eigentum nicht stattfinden wird.Foto: privat/SZ

Mehr von Saarbrücker Zeitung