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Tanzshow in Festhalle: Tanz-Hommage an den King of Pop

Tanzshow in Festhalle : Tanz-Hommage an den King of Pop

Das Odyssey Dance Theatre unterhält mit den unterschiedlichsten Tanzstilen sein Publikum.

„Jump“ hieß es am Mittwochabend in der Zweibrücker Festhalle und dabei zu Gast: das Odyssey Dance Theatre (ODT) aus Salt Lake City. Dieses hat es sich nach eigener Aussage zur Aufgabe gemacht, die Tugenden des klassischen Balletts mit dem explosiven Einfluss des Jazztanzes, der Freiheit des Modern Dance, der rauen Kraft des Hip-Hop, den verkürzten Rhythmen des Stepptanzes, dem Fluss von Partnertanz und dem Geist von Broadway und Varieté zu verbinden und dabei ein Tanzvokabular voller Frische und zugleich Unterhaltungsgenre zu schaffen. Ja, wer sich am Mittwochabend diese Show angesehen hat, wird vermutlich feststellen, dass dies so ziemlich genau das beschreibt, was das 26 Personen starke Ensemble da auf der Bühne geleistet hat.

Bestehend aus zwei Akten, ging es im ersten zunächst ganz ruhig und sanft mit einem Stück von Mozart zu. Das wechselte sich im weiteren Verlauf ab, steigerte sich von Einzel-Performances zur größeren Tanzgruppe, von langsam zu rasant, fesselnd und kraftvoll und fand im Stück „Jump“ seinen kurzweiligen ersten Abschluss. Besonders eindrucksvoll: Die Nummer „Fusion“, bei der die Tänzerinnen im Dunkeln tanzten, ausgestattet mit zwei Leuchten, die je nach Bewegung in der Dunkelheit aufleuchteten. Nach 45 Minuten ging der erste Akt, der komplett aus instrumentaler Musik bestand zu Ende. Der zweite Akt war ganz dem King of Pop gewidmet. Wobei hier kein Jackson-Double erwartet werden sollte, sondern Tanzeinlagen zu eben jenen Welthits, ganz neu interpretiert. „Thriller“ durfte da natürlich nicht fehlen, genauso wie „Workin‘ Day and Night“, bei dem gleich neun Berufsgruppen tänzerisch und mit Kostümen dargestellt wurden.

Spätestens bei „The way you make me feel“ klatschte zumindest zeitweilig der Großteil der Saalbesucher laut mit, während die Interpretation des „Earth Song“ für Faszination sorgte. Und dann gab es sie doch noch: gleich sechs Jackos tanzten auf einmal auf der Bühne, bis nur noch einer übrig blieb – und der wurde ausgerechnet von Elvis abgeführt. Ein bisschen Humor hat eben noch niemandem geschadet, das wurde auch bei „Blame it on the Boogie“ klar, bei dem die Tänzerinnen mit bunten Afro-Perücken tanzten. Erst ganz zum Ende zu „Smooth Criminal“, „Beat it“ und „Jam“ wurden die Zuschauer mit der Kraft der gesamten Tanzcrew belohnt, die nun alle in die Performances mit eingebunden waren. Da blieb am Ende kaum noch jemand auf den Stühlen sitzen, als sich die Tänzer gefühlte zwanzig Mal verabschiedeten.