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Stadtjugendring Zweibrücken veranstaltete Bowling-Turnier

Stadtjugendring Zweibrücken : „Es ist sehr gut gelaufen!“

Das traditionelle Bowling-Turnier des Stadtjugendrings Zweibrücken kam sehr gut an. Kinder, Betreuer und Vereinsmitglieder in fortgeschrittenem Alter hatten gemeinsam Riesenspaß. 2023 wird es im „World of Fun“ eine Wiederholung geben.

„Du musst rollen und nicht werfen.“ „Nimm besser diese Kugel, die ist leichter.“ Diese und andere Empfehlungen waren am vergangenen Samstag im Bowling-Zentrum der „World of Fun“ am Flughafen immer wieder einmal zu hören. Nach zwei Jahren Pause hatte der Stadtjugendring erstmals wieder zu seinem beliebten Bowling-Turnier eingeladen.

Rund 70 Vereinsmitglieder griffen in fünf Gruppen zur Kugel und versuchten, „alle Zehne“ zu treffen. Viele von ihnen zum ersten Mal. „Der Spaß steht im Vordergrund. Aber natürlich freut sich auch, wer am Ende die meisten Punkte hat und gewinnt“, weiß Chef-Organisator Hans Frenkle vom Vorstand des Stadtjugendrings. In den gut 20 Jahren, in denen der Stadtjugendring schon sein Turnier veranstaltet, lange Jahre beim traditionellen Kegeln im „Roten Ochsen“, habe es auch schon um die 100 Teilnehmer gegeben.

Mit dem Umzug zur „World of Fun“ wurde das Kegeln zum Bowling. Insgesamt zehn Durchgänge werden hierbei gespielt und so mancher Neu-Bowler fand Gefallen an dieser Freizeitbeschäftigung. „Die Kinder haben solchen Spaß“, sagte Monika Wolf, Betreuerin der THW-Jugend, die mit zehn Kindern und Jugendlichen zwischen acht und 16 Jahren zum ersten Mal mit dabei war. Für die kleineren Kinder gab es kleine Drachen als „Rollhilfe“, auf denen die Kugeln wie auf einer Rutsche auf die Bahn gleiten und nur von der Höhe aus angeschoben werden brauchen.

Die zehnjährige Anna hatte eine andere Strategie: Sie holte zwischen ihren Beinen Schwung und traf mit ihrer leichteren, dunkelblauen Kugel gleich vier Kegel auf einmal. Janik (8) hatte bereits beim Geburtstag eines Freundes schon mal gebowlt und war mit Feuereifer dabei. Mara Dahl, die nach fünf Fehlverläufen in der Rinne bei ihrem sechsten Versuch zum ersten Mal traf und dabei gleich sieben Kegel umwarf, konnte vor lauter Aufregung zunächst keine Worte finden. Insgesamt hielt sich die Begeisterung der Neueinsteigerin von der Waldjugend für diese Beschäftigung dennoch in Grenzen. „Es geht“, antwortete sie auf die Frage, ob es ihr Spaß macht.

Ganz anders ihre Vereinskameradin Mala Tesich. „Strike!“, rief die 15-Jährige und riss jubelnd die Arme hoch. Bei diesem Spiel war es das zweite Mal, dass sie alle zehn Kegel mit einem einzigen Wurf abräumte. „Es kommt immer so überraschend“, meinte sie lachend. Sie gehört zu den erfahrenen Bowlerinnen, denn mit ihren Eltern ist sie immer mal wieder in der „World of Fun“ zu Gast.

Ein Blick auf die Punktetafel zeigte, dass sie ihre Gruppe mit weitem Abstand anführte. Die Herrschaften der „Deutschen Wanderjugend“ beziehungsweise des PWV Zweibrücken, wie Timea und Horst Göpel, vertraten ihren Verein, gleichwohl bereits im fortgeschrittenen Alter, nach wie vor beim Bowling-Turnier und hatten ihre Freude an der Gemeinschaft und dem freundschaftlichen Wettstreit.

Im Anschluss lobte Hans Frenkle unter anderem die sehr gute Organisation, für die der gesamte Stadtjugendring verantwortlich zeichne: „Es ist sehr gut gelaufen!“ Den Kindern und Jugendlichen habe es so viel Spaß und Freude bereitet. Auch die Lokalität mit ihrem kulinarischen Angebot sei sehr gut angekommen. „Jeder war zufrieden“, fasst er die „ausschließlich positive Resonanz“ aller Teilnehmer zusammen.

So verwundert nicht, dass er verspricht: „Wir werden das im nächsten Jahr wiederholen!“ Wenn möglich allerdings früher im Jahr und nicht erst im Sommer. Die Planung sei „wieder im Frühjahr nach Fasching, so Ende Februar, Anfang März, so wie früher“.

 Nicht alle Kinder hatten schon vorher Kontakt zum Bowling-Sport. So entwickelten sie ganz eigene Strategien, um die zehn Kegel (Pins) am Ende der Bahn zu treffen.
Nicht alle Kinder hatten schon vorher Kontakt zum Bowling-Sport. So entwickelten sie ganz eigene Strategien, um die zehn Kegel (Pins) am Ende der Bahn zu treffen. Foto: Cordula von Waldow

Aus dem Kegeln hervorgegangen und daher eng mit ihm verwandt ist das Bowling. Diese Variante entstand Ende des 19. Jahrhunderts in den USA. Hierbei wird ein mit Bohrungen für die Finger versehener Ball auf die zehn Kegel (Pins) gerollt, die in Form eines gleichseitigen Dreiecks aufgestellt werden. Die Bahnen sehen ähnlich aus und fangen in Seitenrinnen fehllaufende Kugeln auf.