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Stadtbus Zweibrücken GmbH dünnt in Corona-Zeit Fahrplan aus

Wegen Passagierrückgang – und um Angebot auch bei Fahrer-Erkrankungen möglichst lange aufrechterhalten zu können : Coronavirus dezimiert Stadtbus-Fahrplan

Die Zweibrücker Busse fahren ab heute seltener – wegen der Corona-Krise. Das „Grundangebot“ soll möglichst lange aufrechterhalten werden.

Die Fahrgastzahlen haben im öffentlichen Nahverkehr in Zweibrücken deutlich abgenommen. Die Ausgangsbeschränkungen werden offensichtlich sehr ernst genommen. In den Bussen sind meist nur wenige Berufspendler zu üblichen Zeiten unterwegs, teilt die Stadt mit. Deshalb werde „der Linienbusverkehr in Zweibrücken ab dem 1. April 2020 auf ein Grundangebot reduziert“.

Die private Stadtbus Zweibrücken GmbH biete in Abstimmung mit der Stadt Zweibrücken und auf Empfehlung des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar (VRN) dann nur noch einen „Grundfahrplan“ an. Dessen Grundgerüst ist ein 60-Minuten-Takt der Linien 222 (ZOB – Globus – Europaring), 225 und 229 zwischen 6 und 18 Uhr; der Linien 221, 222 (ZOB – Ixheim – Hengstbach), 223 und 226 zwischen 6 und 14 Uhr und von 14 bis 18 Uhr im Zwei-Stunden-Takt.

„Um den Fahrgästen das Angebot so einfach wie möglich zu gestalten, haben wir uns dazu entschlossen, zwischen Montag und Samstag den selben Fahrplan zu bedienen. Sonntags gilt der reguläre Fahrplan der Linien 225 und 229“, teilt die Stadt weiter mit.

Da das Anruf-Sammel-Taxi-Angebot aufgrund der Beschränkungen eingestellt werden müsse, bedienen die Stadtbusse zusätzlich die Vororte Oberauerbach und Mörsbach mit zwei bis drei Fahrten täglich.

„Mit diesem Fahrplanangebot haben wir eine gute Grundanbindung für alle Zweibrücker Bürger geschaffen, mit dem auch bei Erkrankungen des Fahrpersonals der öffentliche Personennahverkehr in Zweibrücken so lange wie möglich aufrechterhalten werden kann“, zitiert die Pressemitteilung Nikolas Wenzel, Betriebsleiter der Stadtbus Zweibrücken GmbH.

„Nach dieser notwendigen Fahrplananpassung wird weiterhin gewährleistet, die gewohnten Ziele in der Stadt zu erreichen“, ergänzt die städtische Beigeordnete Christina Rauch (CDU). Sie begrüße das Verständnis, das die Bürgerinnen und Bürger der Stadt und den Busunternehmen in dieser schwierigen Situation entgegenbringen. Rückfragen beschränkten sich bei den wenigen Telefonaten lediglich auf Fahrzeiten und darauf, ob überhaupt noch Busse fahren, da einige Bürger davon ausgingen, dass keine Busse mehr fahren würden.

Zum Schutz von Fahrgästen sowie der Busfahrerinnen und Busfahrer ist der Einstieg auf die hintere bzw. mittlere Tür beschränkt. Der vordere Bereich um den Fahrer ist großzügig abgesperrt. Die Stadtbusse werden zudem täglich gereinigt.

In den Bussen werden als weitere Schutzmaßnahme zurzeit keine Fahrscheine verkauft. Die Fahrscheinpflicht entfällt jedoch nicht. Die Tickets können weiterhin bei den Vorverkaufsstellen erworben werden. Zu beachten ist dabei, dass die Verkaufsstelle Schlachthofstraße geschlossen ist. Die Tickets können allerdings über die Firma Büro-Concept in der Maxstraße 5, als Handy-Ticket im DB-Navigator oder als Internet-Ticket über den Ticketshop des VRN erworben werden.

Der Stadtbus-Fahrplan ab 1.April ist online zu finden: www.stadtbus-zw.de. Fragen rund um den Fahrplan beantwortet die Stadtbus GmbH unter Telefon. (0 63 32) 47 14 0 oder per E-Mail: info@stadtbus-zw.de.