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Neuer Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht

Neuer Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht

Zweibrücken. Seinen ersten Arbeitstag hat gestern Ernst-Friedrich Wilhelm am Pfälzischen Oberlandesgericht (OLG) in Zweibrücken gehabt. Seine Ernennungsurkunde erhielt der neue Vorsitzende Richter bereits am Montagnachmittag. Der 1961 geborene Jurist, der in Saarbrücken studiert hat, war zuvor Vizepräsident des Landgerichts in Kaiserslautern

Zweibrücken. Seinen ersten Arbeitstag hat gestern Ernst-Friedrich Wilhelm am Pfälzischen Oberlandesgericht (OLG) in Zweibrücken gehabt. Seine Ernennungsurkunde erhielt der neue Vorsitzende Richter bereits am Montagnachmittag. Der 1961 geborene Jurist, der in Saarbrücken studiert hat, war zuvor Vizepräsident des Landgerichts in Kaiserslautern."Ich freue mich darauf, dass ich hier wieder mehr mit der richterlichen Entscheidungsfindung beschäftigt sein werde", sagte Wilhelm. In Kaiserslautern sei er stattdessen sehr viel mit geschäftsführenden Tätigkeiten betraut gewesen. Am Zweibrücker Oberlandesgericht leitet der Jurist ab sofort den ersten Strafsenat mit drei Berufsrichtern. Als solcher ist er Nachfolger von Ulrike Müller-Rospert, die im vergangenen Jahr zur Präsidentin des Landgerichts Landau ernannt wurde. Ernst-Friedrich Wilhelm, der verheiratet ist und einen Sohn hat, will nach eigenen Angaben vorerst in Kaiserslautern wohnen bleiben.

Als Vorsitzender Richter sei er weniger "Vorgesetzter" seiner Richterkollegen, erläuterte Wilhelm. Vielmehr übernehme er bei Verhandlungen die formelle Führung. Die Strafsenate des OLG entscheiden über Revisionen und Beschwerden gegen Urteile der Amtsgerichte und Landgerichte.

Seinen ersten Fall hat sich der neue Vorsitzende Richter schon gestern auf den Schreibtisch legen lassen. "Das ist eine sehr komplizierte Revision, da wollte ich mich schon gleich zu Beginn drum kümmern", erklärt er. Ansonsten sei er an seinem ersten Arbeitstag vor allem mit organisatorischen Dingen beschäftigt gewesen: Dazu gehörten etwa die kammerinterne Aufgabenverteilung sowie der Bezug seines neuen Büros im Zweibrücker Schloss.

Das dortige Personal ist ihm nicht gänzlich unbekannt. Nicht nur, weil er bereits im Jahr 1999 für rund fünf Monate "zur Erprobung" an das Pfälzische Oberlandesgericht in Zweibrücken abgeordnet war. "Die rheinland-pfälzische Justiz ist ja nicht groß", sagte Ernst-Friedrich Wilhelm. Insofern kenne er die meistern Mitarbeiter. Dennoch brauche er nun erst einmal einige Wochen, um sich in seiner neuen Umgebung zurechtzufinden. Große Ziele für seine neue Aufgabe am OLG möchte Ernst-Friedrich Wilhelm deshalb noch nicht formulieren: "Ich backe erst einmal kleine Brötchen", sagte er schmunzelnd. gda

Foto: Dauelsberg