Wiesbacher proben für neues Stück

Im kommenden Jahr feiert das Wiesbacher Laienspielensemble ein ganz besonderes Jubiläum. 30 Jahre werden es dann sein, wo sie mit ihrem mimischen Können Menschen erfreuen.

Der Narretei haben die Fastnachter in Wiesbach ihren Tribut gezollt, jetzt gehört die große Bühne im Sportheim wieder voll und ganz der Laienspieltruppe. Antonia Buchmann und Christa Türr ziehen dort wieder die Fäden, nächsten Monat, am 7. März, wird sich für die diesjährige Spielsaison erstmals wieder der Vorhang heben. Mit dem bekannt bewährten Ensemble, ein paar neuen Gesichtern und mit einem Schwank, der auch diesmal die Besucher mehr als einmal zum Lachen bringt, dessen sind sich alle jetzt schon beim Proben sicher.

"Du numme ned soviel verrode", bettelt Antonia Buchmann, die schon ein bisschen stolz darauf ist, dem Laienspiel vor 29 Jahren wieder neues Leben eingehaucht zu haben. Dass sich inzwischen gleich drei Generationen der Buchmanns bei der Theatergruppe einbringen, wissen auch die übrigen Akteure zu schätzen, wobei es bei den Türrs nicht viel anders ist. "Davon profitieren wir alle", räumt Werner Wagner ein, der gleichfalls zum festen Bestand der Truppe zählt. Und wenn die Probestunden an den Abenden unter der Woche einmal fertig sind, bleibt stets etwas Zeit, um in schönen Erinnerungen zu schwelgen. Dann sprudelt es nicht nur aus der Dienstältesten Antonia Buchmann regelrecht heraus. Jörg Ohlmann, Christa und Oliver Türr können gleichfalls viele Anekdoten zum Besten geben. So etwa jene, als ganz am Anfang mit einem sehr ernsten Stück die heimische Spielkunst in den Mittelpunkt gerückt werden sollte und dann doch alle bei einem Hausbrand derart im Zuschauerraum lachen mussten, dass fortan nur noch heitere Stücke aufgeführt wurden.

Das wird auch jetzt wieder der Fall sein, wenn sich alles um die "Verflixte Heilquelle" dreht. Den großen Reibach möchten zwei Dorfhalunken machen, weil sie dem Wasser große Heilkräfte beimessen. Die Weichen für den großen Coup haben sie schon gestellt und sich unrechtmäßig ein Wohnhaus unter den Nagel gerissen. Erbost darüber ist vor allem der einheimische Pastor, schmiedete dieser doch Pläne dafür, in der Immobilie einen Kindergarten zu etablieren. Ob jetzt die Dorfgauner oder der Pfarrer die Oberhand im Ringen um die Quelle und das Haus bekommen, darf nicht verraten werden, bestimmt die regieführende Antonia Buchmann, deren Sohn Klaus wie immer für das Bühnenbild sorgt. Auch Enkelkind Kathrin zählt zu den Mitwirkenden. Neben dem Premierenabend am 7. März sind jetzt schon drei weitere Aufführungen am 14., 15. und 21. März geplant.