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Viel Wind um Windräder in Käshofen

Viel Wind um Windräder in Käshofen

Wegen der Windräder bei Käshofen wird es noch einige Diskussionen geben. Das zeichnet sich nach der Ratssitzung am Montagabend ab. Vorerst aber wird auf die Windpotenzialstudie gewartet.

Noch dornenreich wird der Weg zu einem kleinen Windpark zwischen den beiden Orten Käshofen und Großbundenbach. Das steht spätestens seit der Sitzung der Ratsmitglieder vom Montagabend fest, in welcher die überwiegende Mehrheit zwar ein weiteres Verfolgen der Sache beschloss, der Redebeitrag von Ratsmitglied Manfred Bäcker jedoch voll auf Widerstand gegen jedwede Absichten für Windkraftnutzung ausgerichtet war. Von Manfred Bäcker und Sohn Daniel kamen deshalb auch prompt die Gegenstimmen bei der Abstimmung darüber, dass die Sache "Windkraft" weiter verfolgt wird.

Gewartet wird im Augenblick auf eine Windpotenzialstudie, welche die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land beim Planungsbüro Firu in Kaiserslautern in Auftrag gab. Diese Studie sei Grundlage für die Fortschreibung des Flächennutzungsplanes, der künftig die Rechtsgrundlage für das Errichten einzelner oder mehrerer Anlagen sei soll. Ortsbürgermeister Karl Hoffmann: "Es wird künftig nur noch Konzentrationszonen im Flächennutzungsplan geben. Ob das Ausweisen einer solchen Zone bei Käshofen Sinn macht, wird die Windpotenzialstudie aufzeigen. Dann können wir wieder mit den Bürgern reden und unsere Entscheidung im Rat treffen. Wir sollten aber in einem Ratsbeschluss schon dokumentieren, dass wir die Sache offen begleiten, allerdings ohne konkrete Festlegung. Wir werden also weiter Herr der Lage sein."

Für Manfred Becker ist diese Bürgermeisteraussage eine "Finte": "Es war nach den Vorgesprächen einhellig abgesprochen, dass dieser Punkt von der Tagesordnung genommen wird", behauptete das Ratsmitglied und beantragte (erfolgreich) die Aufnahme ins Protokoll, dass mit diesem Beschluss ein Bürgerbegehren zur Sache "Windkraft" nicht ausgeschlossen ist. Versuche des Ortsbeigeordneten Klaus Martin Weber, in Punkt Bürgerbefragung und Bürger begehren aufzuklären, verliefen fruchtlos, wobei niemand gegen das Begehren von Manfred Bäcker opponierte. Dass die Herunternahme des Beratungspunktes eben nicht abgesprochen sei, bekräftigten in der nachfolgenden Diskussion auch andere Ratsmitglieder. Liegt die Windstudie vor, dann werden auch wieder die Bürger über das Wie, Wo und Was unterrichtet, so Karl Hoffmann abschließend.

Die jüngst eingeweihte Kreuzkapelle auf dem Friedhof ist für Gottesdienste und Trauerfeiern zu nutzen. Kleinere Konzerte, deren Veranstalter die Gemeinde oder örtliche Vereine sind, werden gleichfalls zugelassen. Eine Spende in Höhe von 1410 Euro wurde für ein weiteres Kunstglasfenster bei der Kreuzkapelle vom Rat angenommen. Aus seinen Verfügungsmittel habe er 300 Euro für zwei Wandlampen in der protestantischen Kirche von Wiesbach gespendet, erklärte Ortsbürgermeister Karl Hoffmann. Am Landeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" wird Käshofen dieses Jahr wieder teilnehmen. Ob die Einrichtung des Spielplatzes aus dem Neubaugebiet vielleicht zum neuen Mehrgenerationenplatz verlegt wird, müssen die Ratsmitglieder in einer künftigen Sitzung prüfen. Entsprechende Anregungen aus der Bevölkerung habe es schon gegeben, stellte Hoffmann fest.