Rat beschließt Kindergarten-Anbau

Der Kleinsteinhauser Rat hat gestern Abend einstimmig die Erweiterung des Kindergartens beschlossen. Derzeit ist die Kita mit 33 Kindern voll belegt. Die Anbau-Kosten dürften mehr als eine halbe Million betragen.

Im Kindergarten der Ortsgemeinde Kleinsteinhausen gibt es derzeit einen Aufnahmestopp. Grund: Für mehr Kinder gibt es einfach keinen Platz. Vor allem für berufstätige Eltern mit Kindern unter drei Jahren eine belastende Situation. Doch das soll sich schnellstmöglich ändern. In der Ratssitzung gestern Abend bekam Ortsbürgermeisterin Martina Wagner die Zustimmung des gesamten Gremiums dafür, das Gebäude zum Sportheim hin zu erweitern.

Der zweizügige Hort soll um eine dritte Gruppe erweitert werden. Dann können auch verstärkt wieder unter Dreijährige aufgenommen werden. Zurzeit haben betreuen die Erzieherinnen 13 unter Dreijährige und 25 ältere Kinder. Tendenz steigend. Wagner verwies darauf, dass im vergangenen Jahr Kleinsteinhausen mit 14 Geburten einen erfreulichen Trend zu verzeichnen habe. Wie angespannt die Situation derzeit in der Kita ist, vermittelte die Bürgermeisterin mit einem Überblick über das vorhandene Raumangebot. Nebenräume seien dringend erforderlich, doch der Mangel sei nur durch einen Anbau auszugleichen. Im Bestand, das hätten Voruntersuchungen durch das Architekturbüro Arnold und Partner ergeben, seien die Raumprobleme jedenfalls nicht zu lösen. Vor allem ein Turn- und Mehrzweckraum fehlten, dazu eine Speisekammer für die Küche sowie Toilettenräume. Sinnvoll sei deshalb die räumliche Erweiterung zum Sportheim hin. Zu einer Sanierung der Außenwände hatte sich der Rat ohnehin schon durchgerungen. Für die entsprechenden Arbeiten mit Außendämmung sind 360 000 Euro veranschlagt. Für den Anbau schätzt das Büro grob 270 000 Euro. Leicht machten sich die Ratsmitglieder ihre Entscheidung nicht. Ob die Gemeinde das finanziell überhaupt stemmen kann, wollte beispielsweise Winfried Veith wissen. Und eine Zuhörerin warf ein, ob der Anbau sich auch in der Zukunft rentiere. Über Darlehen müssten die Investitionskosten aufgebracht werden, stellte die Bürgermeisterin fest. Mit dem Landes- und Kreisjugendamt sei aber der Anbau abgestimmt, der Landkreis gebe zu den förderfähigen Kosten 40 Prozent und beim Land will die Gemeinde auch noch einen Zuschuss beantragen. Kindergarten-Plätze seien auch wegen des geplanten neuen Baugebiets wichtig sagte Helmut Huber.