Feuerwehrübung im Funkloch

Wiesbach. Dem Sirenengeheul folgt der schrille Alarmton der Martinshörner. Feuerwehrleute in ihren schwarzen Monturen mit den gelben Streifen springen aus den Fahrzeugen, kaum dass diese zum Stillstand gekommen sind. Der erste Eindruck von der Großübung beim Wiesbacher Kindergarten in der Ortsmitte ist zutreffend: Hier weiß jeder, was er zu tun hat, hier sitzt jeder Handgriff

Wiesbach. Dem Sirenengeheul folgt der schrille Alarmton der Martinshörner. Feuerwehrleute in ihren schwarzen Monturen mit den gelben Streifen springen aus den Fahrzeugen, kaum dass diese zum Stillstand gekommen sind.Der erste Eindruck von der Großübung beim Wiesbacher Kindergarten in der Ortsmitte ist zutreffend: Hier weiß jeder, was er zu tun hat, hier sitzt jeder Handgriff. Fünf Löscheinheiten aus dem Nordbereich von Zweibrücken-Land üben gemeinsam mit der Contwiger Wehr den Ernstfall: Rettung von 16 Eingeschlossen im Hort. Zudem sind Atemschutzträger sind in Not geraten.

"Wir haben eine sehr realistische Großübung gesehen", stellte Verbandsgemeindewehrleiter Markus Schmidt am Ende fest. Das Spätsommerwetter und die Suche nach den Eingeschlossenen über drei Etagen setzten den Übenden stark zu. 14 Atemschutzträger waren dort im Einsatz, mussten teilweise mit einer Trage vom Dachgeschoss bis zum Hof getragen werden. Ein großes Kompliment hatte Schmidt zudem für die Statisten: "Die verhielten sich großartig, machten die Suche vielfach gar nicht einfach und eine Nachsuche zeigte, dass sich die Übungsakteure sehr professionell verhielten." Ebenso die Kinder. "Sie schlüpften in Schränke, unter Tische und Ähnliches. Da mussten die Atemschutzträger wirklich peinlich auf der Hut sein", so Übungsleiter Egon Gilbert aus Käshofen.

Der Übungsstart hatte sich erheblich verzögert: "Wir haben im Talort Wiesbach keine Funkverbindung. Keine neue Erkenntnis, aber vorher klappte es zumindest, wenn wir den Einsatzleitwagen vorn beim Sportheim stationierten und von dort aus alles funktechnisch steuerten. Doch das klappte diesmal auch nicht. Wir bekamen selbst mit dem Funktelefon keine Verbindung zur Rettungsleitstelle", berichtete Markus Schmitt, der jetzt auf ein neues Funkkonzept setzt, das demnächst im Probebetrieb laufen soll. Der Kreisverwaltung Südwestpfalz sei die Situation bekannt. Alarmiert wurden die Löscheinheiten wie früher, über eine Telefonkette.

In Sachen Werbung waren die Wehrleute gleichfalls unterwegs. Denn wieder gibt es bei der Löscheinheit Wiesbach ein Führungsproblem. Schmidt: "Es gibt noch Feuerwehrleute, aber die Führungskraft fehlt uns. Deshalb sind auch Bechhofen, Rosenkopf und Käshofen mitverantwortlich für Wiesbach. Aber, die Anfahrtswege sind halt lang." Das neue Wiesbacher Einsatzfahrzeug habe noch nicht den erhofften Impuls gebracht.