"Ein Kleinod inmitten der Stadt"

Zweibrücken. Umgeben von Rosen, Weihern und Enten studieren die Elftklässler des Helmholtz-Gymnasiums unter freiem Himmel ihre Englischbücher. Lehrerin Christa Jenal hat an diesem sonnigen Septembernachmittag den Klassensaal kurzerhand gegen den Zweibrücker Rosengarten eingetauscht - zur großen Freude der Jugendlichen

Zweibrücken. Umgeben von Rosen, Weihern und Enten studieren die Elftklässler des Helmholtz-Gymnasiums unter freiem Himmel ihre Englischbücher. Lehrerin Christa Jenal hat an diesem sonnigen Septembernachmittag den Klassensaal kurzerhand gegen den Zweibrücker Rosengarten eingetauscht - zur großen Freude der Jugendlichen. "An der frischen Luft sind meine Schüler immer ernsthaft bei der Sache und viel konzentrierter", sagt die Pädagogin. Darüber hinaus liefere der Rosengarten immer neue Anknüpfungspunkte für den Unterricht. Jenal: "Ich habe beispielsweise schon die Aufgabe gestellt, englische Rosenarten im Wörterbuch nachzuschlagen." Auch privat bezeichnet sich Christa Jenal als "großen Fan" des Rosengartens und nutzt die Parkanlage regelmäßig für Korrekturen oder zum Entspannen. "Der Rosengarten ist ein echtes Kleinod inmitten der Stadt", begeistert sich die Saarbrückerin. Im Vorjahr lockten die rund 60 000 Rosenstöcke und 9 000 Stauden in Zweibrückens touristischem Besuchermagneten über 80 000 Gäste an. "Den typischen Rosengartenbesucher kann man nur sehr schwer beschreiben", sagt die Kassiererin. Denn nicht nur Senioren gehörten zu den Stammgästen, sondern auch Familien mit Kleinkindern, Brautpaare oder Studenten. Neben Zweibrückern besitzen auch zahlreiche Einwohner der umliegenden Städte Saisonkarten. Wie Ruth Stockfisch aus Völklingen. Die Rentnerin hat im Mai sogar zehn Tage am Stück in Zweibrücken verbracht. Jetzt unternimmt sie immer wieder Tagesausflüge in den Rosengarten. "Hier ist immer alles gepflegt von Anfang bis Ende", erläutert sie. Auch Gisela Müller ist nur wegen des Rosengartens nach Zweibrücken gekommen. Die Pirmasenserin war bereits im Frühjahr hier und wollte die Anlage zu einer anderen Jahreszeit ein zweites Mal sehen. Müller: "Der Rosengarten ist wunderbar angelegt und sehr stimmig." Doch es kommen auch immer wieder internationale Gäste aus aller Welt in den Rosengarten. Bei der Eröffnung des neuen Rosengartenmuseums am 4. September wurde dort ein Gästebuch ausgelegt. Innerhalb von drei Wochen haben sich bereits Rosenfreunde aus den USA, Schweden, Polen, Italien oder Kanada eingetragen. Auch bei Schüleraustauschen steht eine Besichtigung der Anlage für die ausländischen Gäste immer auf dem Programm. "Der Rosengarten ist das Vorzeigestück unserer Stadt", resümiert Lehrerin Jenal. dhu