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Tourismuschef Thilo Huble plädiert für zusätzliches Hotel

Tourismuschef Thilo Huble plädiert für zusätzliches Hotel

Wie viele Touristen sind dieses Jahr in die Rosenstadt gekommen?Thilo Huble: An Übernachtungsgästen, das umschließt Gästeankünfte in allen erfassten Ferienwohnungen, Hotels und Pensionen, zählen wir 25 000 bis 28 000 pro Jahr. Den Rosengarten besuchen zwischen Mai und Oktober 80 000 bis 85 000 Personen pro Jahr

Wie viele Touristen sind dieses Jahr in die Rosenstadt gekommen?Thilo Huble: An Übernachtungsgästen, das umschließt Gästeankünfte in allen erfassten Ferienwohnungen, Hotels und Pensionen, zählen wir 25 000 bis 28 000 pro Jahr. Den Rosengarten besuchen zwischen Mai und Oktober 80 000 bis 85 000 Personen pro Jahr. Wie lange bleiben Touristen in Zweibrücken und woher kommen sie?Huble: Die durchschnittliche Verweildauer von Gästen liegt bei 1,7 Übernachtungen. Hierbei sind Geschäftsreisende mit einkalkuliert. Wie viel Geld lassen Touristen im Schnitt hier?Huble: Nach Angaben des Tourismusbarometers des Sparkassen- und Giroverbandes haben Touristen Rheinland-Pfalz im letzten Jahr 27 Euro pro Tag ausgegeben.Wie sieht der klassische Tourist aus, den Sie nach Zweibrücken locken wollen?Huble: In der Saison zwischen April und Oktober sprechen wir Tages- und Mehrtagestouristen an. Letztgenannte übernachten bis zu drei Mal. Für alle sind der Rosengarten und das DOZ die wichtigsten Magneten. Dazu locken die Museumsangebote oder die normalen, kulinarischen oder Teambike-Stadtführungen. Was sollte man als Tourist aus Ihrer Sicht in Zweibrücken unbedingt gesehen haben - vom Rosengarten und dem DOZ abgesehen?Huble: Ein Höhepunkt ist sicher die Fasanerie, dazu kommt das Landgestüt mitten in der Stadt. Auch sind die historischen Plätze wie der Schloss- und der Herzogplatz mit ihren baulichen Anlagen einen Besuch wert. Ein Plus im Vergleich zu anderen Städten ist weiter die grüne Linie, die sich durch Zweibrücken zieht, von der Allee über den Rosengarten bis zur Rennwiese. Wo wollen Sie ansetzen, um den Tourismus weiter auszubauen?Huble: In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Bauen und Wohnen (Gewobau) haben wir das Schleusenwärterhaus zur Ferienunterkunft ausgebaut und verändern den Bereich um den Campingplatz. Aus touristischer Sicht wäre die Landesgartenschau auch ein Pfund gewesen. Wünschenswert ist im Hinblick auf den Kongresstourismus ein Dreisternehaus. So ein zusätzliches Hotel würde der Stadt gut tun, wir führen entsprechende Gespräche. Auch arbeiten wir daran, künftig Pferdekutschfahrten unabhängig von den kulinarischen Stadtführungen anzubieten. Mir schwebt ein Rundkurs vor mit einer Haltestalle am Rosengarten. Diskutiert wird immer wieder die Einrichtung neuer Fluglinien und die Reaktivierung der Bahnstrecke Homburg-Zweibrücken. Wie wichtig ist das aus Ihrer Sicht?Huble: Die Reaktivierung der Bahnstrecke ist touristisch betrachtet wichtig. Mittelfristig ist das für die Stadt und auch das DOZ wichtig. Neue Fluglinien sind für die Stadt und Regionalentwicklung sowohl touristisch als auch wirtschaftspolitisch entscheidend und wichtig. Allerdings - originär touristisch sind sie nicht von Bedeutung, das hat die England-Geschichte mit den Ryanair-Kunden gezeigt. Es ist nicht so, dass es eine Dominanz von Auslandstouristen gibt.