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Boule-Anlage und Begrünung als Ideen

Boule-Anlage und Begrünung als Ideen

Ein Arbeitskreis brütet, wie Mauschbach attraktiver werden könnte. Platz für Boule-Freunde ist da nur ein Vorschlag.

An Ideen den geliebten Heimatort noch liebenswerter und für Neubürger noch anziehender zu gestalten mangelt es nicht. Beim Rundgang der Mitglieder des Arbeitskreises "Begrünung" wurde jetzt unter der Federführung des Dorfplaners Hans-Jürgen Wolf aus Kaiserslautern weitere Vorschläge diskutiert und Gestaltungsmöglichkeiten ausgelotet.

Keine Frage, eine der kleinsten Ortschaften in der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land liegt im Grünen. Idyllisch in der Talaue, mit Neubaugebiet am Hang, das einen ungetrübten Blick ins Tal erlaubt, wo zottelige Rinder grasen, Störche sich heimisch fühlen und bald auch wieder die Libellen in ihrer schillernden Pracht über die Gewässer schweben. Trotzdem, der Ort könnte noch grüner, noch mehr Bäume und Sträucher vertragen, kann sich der Dorfplaner Architekt Hans Jürgen Wolf vorstellen und zeigte beispielsweise mit Baumgrün an den Ortseingängen auf, wie mit den sogenannten "Baumtoren" sich etwa der fließende Fahrzeugverkehr vermindern lässt. Vor allem aus Richtung Klosterstadt könnte ein solches "grünes Kleid" mithelfen, das Ziel der Verkehrsverlangsamung schonend und betulich zu erreichen. Noch effektiver und Gespräche mit dem Straßenbaulastträger, dem Land, zuführen. Denn ein Fahrbahnteiler an der L 478 welche durch die Ortschaft führt, könnte gleichfalls die nicht selten überaus rasant in den Ort "einfallenden" Verkehrsteilnehmer effektiv ausbremsen. Wolf: "Wenn wir dann noch diese Verkehrsinsel gärtnerisch aufpeppen können wir sicher sein, dass diese Gesamtkomposition ihre Wirkung auf Auto- und Motorradfahrer nicht verfehlen wird." Der Rundgang diente der Ideensammlung. Zugleich ist dabei deutlich geworden, dass eine Mithilfe der Bürger in Sachen Dorfbegrünung unabdingbar sein wird, denn die Ortsgemeinde selbst verfügt nicht über allzuviele Freiflächen. Raum zu Grüngestaltung allerdings ist beispielsweise beim Dorfgemeinschaftshaus selbst vorhanden. Warum sollte hier nicht eine Linde oder ein Kastanienbaum stehen? - diese Frage wurde aufgeworfen. Allgemein bedauert wurde, dass in der Nachbarschaft eine große Kastanie hatte gefällt werden müssen. Die Standsicherheit war dort nicht mehr gegeben. Bei der Bushaltestelle am Dorfgemeinschaftshaus aber könnte ein großkroniger Baum gepflanzt werden. Hochstämme könnten ebenso einen Platz beim Feuerwehrgerätehaus finden. Als sie die Mitglieder des Arbeitskreises dort umsehen, wurde auch daran erinnert, dass sich die engagierten Feuerwehrleute selbst schon um Grün Gedanken gemacht hatten. Die Bäume seien dann jedoch wieder entfernt worden, weil sie beim Ausrücken zu einem Sichtproblem geworden sind und die Verkehrssicherheit schließlich den Vorrang habe.

Als wenig einladend fand der Dorfplaner den Schutzzaun beim Oberflächenwasserauffangbecken unterhalb des Neubaugebietes, ganz in Nähe des Spielbereichs der Grillhütte. "Heckenrosen kosten nicht das Geld, mit wenig Mitteln wird hier aber schon ein großer "Aha-Effekt" erzielt werden", sagte Wolf und konnte die Zustimmung aller vermerken. Und in einem weiteren Punkt gab es gleichfalls die Zustimmung zur Machbarkeitsprüfung. Warum sollen sich nicht auch Mauschbacher Dorfbewohner dem beliebten "Boulespiel" verschreiben? Derzeit fehlt noch eine entsprechende Spielanlage. Die aber könnte mit wenig Mitteleinsatz bei der Grillhütte und dem schon vorhandenen Bolzplatz angelegt werden.