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„Zweibrücken eine reizvolle Aufgabe“

„Zweibrücken eine reizvolle Aufgabe“

Demir Hotic ist ein heißer Kandidat auf den Trainerposten beim Fußball-Regionalligisten SVN Zweibrücken. Der 51-Jährige, der zuletzt den Verbandsligisten VfL Neustadt trainiert hat, könnte Nachfolger von Peter Rubeck werden, der zu Eintracht Trier gewechselt ist.

Die Gerüchte verdichten sich, dass Demir Hotic der neue Trainer beim Fußball-Regionalligisten SVN Zweibrücken werden könnte. Bereits in der vergangenen Woche hatte der Teammanager des Tabellensiebten, Heiner Semar, den Namen des ehemaligen FCK-Profis als möglichen Nachfolger von Peter Rubeck genannt, der nach sieben Jahren zum Ligakonkurrenten Eintracht Trier gewechselt ist (wir berichteten).

"Heiner Semar und ich kennen uns schon lange", erklärte gestern auf Merkur-Anfrage der 51-Jährige, der seit Januar den Verbandsligisten VfL Neustadt trainiert und ihn von einem Abstiegsplatz mit neun Punkten auf den sicheren zwölften Rang (31 Zähler) in der Endabrechnung gelotst hat.

Der frühere Mittelfeldspieler der Roten Teufel, der unter anderem den Traditionsverein Wormatia Worms von 1996 bis 1999 aus der Verbandsliga in die Oberliga Südwest führte, hat sich am Samstag das Spiel der Zweibrücker gegen Waldhof Mannheim (0:2) im Westpfalzstadion angesehen. Er gab unumwunden zu, dass "Peter Rubeck in den sieben Jahren gute Arbeit geleistet hat". Aus den weiteren Äußerungen von Demir Hotic war herauszuhören, dass er sich schon intensiv mit dem Verein und den Spielern beschäftigt hat. "Beim SVN ist noch vieles machbar. Es ist aber auch schon einiges bewegt worden."

Gleichzeitig gab er zu verstehen, "dass Zweibrücken eine sehr reizvolle Aufgabe ist", und vorsichtig deutete er an: "Es sieht sehr gut aus." Dabei kann sich Hotic, der mit den Lauterern in der Saison 1989/90 den DFB-Pokal ebenso gewonnen hat, wie 1991 die Deutsche Meisterschaft, auf eine erfolgreiche Vita als Trainer stützen.

Gleichzeitig hat er als Sportlicher Leiter bei Borussia Neunkirchen in der Saison 2011/12 fungiert. Er darf für sich in Anspruch nehmen, dass er die Fußballszene gut kennt. "Wo ich bisher war, da läuft alles rund. Aber auch drumherum muss es passen", ließ er anklingen. Gleichzeitig deutete Hotic an, dass auch die Entfernung von seinem Heimatort Wattenheim von zirka 80 Kilometern für ihn täglich kein Problem sei. "Auch nach Neustadt hatte ich 70 Kilometer zu fahren."

Ohne einen Hinweis darauf zu geben, wann er in Zweibrücken einen Vertrag unterschreibt, betonte er, dass "im Westpfalzstadion weitere professionellere Züge einkehren werden". Im Gegensatz zu Peter Rubeck, der als Verwaltungsangestellter bei den SHG-Kliniken in Völklingen beschäftigt ist, könnte Demir Hotic alleinverantwortlich sowohl das Vormittags- als auch das Nachmittags-Training leiten.

"Ich werde die Sache locker angehen", betonte er und was bisher beim SVN aufgebaut worden sei, gefalle ihm, wobei er noch einmal der Arbeit von Peter Rubeck Hochachtung zollte. In seinen weiteren Ausführungen deute er an, dass er sich auch schon auf dem Spielermarkt umgesehen und sich bereits mit dem künftigen Kader des SVN beschäftigt habe. "Es gibt viele gute Spieler. Deshalb bestehen bei der Zusammenstellung des Kaders keine Hektik und kein Stress." Zu seinen Forderungen als Trainer gehöre "absolute Disziplin". Das ist für den gebürtigen Bosnier das A und O. "Wir werden viel arbeiten." Aber das ist für die Spieler, die weiterhin beim SVN spielen, nichts Neues. Denn das gehörte auch zur Philosophie seines Vorgängers.

Heiner Semar hat aber vorerst der Verpflichtung Hotic's einen Riegel vorgeschoben. "Ich bleibe weiterhin meinem Grundsatz treu, dass zuerst die bisherige Saison finanziell sauber abgeschlossen sein muss. Zudem brauchen wir noch dringend einen Trikotsponsor für die kommende Runde." Bisherige Verhandlungen seien fehlgeschlagen oder vertagt worden. Vordergründig müssten die Rahmenbedingungen stimmen, ehe er einen neuen Trainer verpflichte oder gar mit neuen Spielern verhandelte. "Zuerst müssen wir unsere Hausaufgaben machen", fordert Semar kategorisch. "Wenn dies nicht gelingt, müssen wir zum Trainingsauftakt am 25. Juni mit acht Spielern anfangen - Aber ohne mich." Nicht verschweigen wollte er aber, dass er "sich mit Demir Hotic in groben Zügen einig ist."