1. Pfälzischer Merkur
  2. Regionalsport

VTZ soll Spaß am Handball wiederfinden

VTZ soll Spaß am Handball wiederfinden

Der Zweibrücker Oberligist kämpft vor der Partie gegen Vallendar allerdings mit Verletzungssorgen.

Den schwachen Auftritt im Spitzenspiel in Dansenberg haben die Handballer der VT Zweibrücken-Saarpfalz erst einmal verdauen müssen. Doch trotz der 16:32-Schlappe bleibt das Team von Trainer Danijel Grgic auf Rang zwei der Oberliga, da auch die weiteren Verfolger HF Illtal und HSG Worms zuletzt unterlagen. Um nach der guten Hinrunde in der Tabelle aber nicht doch noch durchgereicht zu werden, müssen die Zweibrücker aber schnell wieder zu ihrer zuvor so guten Form zurückfinden. Am besten schon am Sonntag um 18 Uhr in der heimischen Westpfalzhalle gegen den HV Vallendar.

Allerdings steht Grgic vor der schweren Aufgabe, wohl einige Leistungsträger ersetzen zu müssen. Und zugleich die bittere Schmach aus Dansenberg aus den Köpfen zu bekommen. Denn diese hatte die VTZ-Handballer bis ins Mark getroffen und die Frage aufgeworfen, ob das Team in der Hinrunde über ihren Möglichkeiten gespielt hat. "Die Höhe der Niederlage spiegelt nicht das tatsächliche Niveau meiner Mannschaft wieder. Wir haben uns weit unter Wert verkauft", betont allerdings Grgic. Dennoch weiß er, dass es am Sonntag schwer wird, in gewohnt souveräner Manier die richtige Antwort auf solche eine Klatsche zu geben. Denn definitiv ausfallen wird Kreisläufer Wladislaw Kurotschkin, der sich gegen Dansenberg einen Nasenbeinbruch zugezogen hat und drei Wochen ausfallen wird. Daneben stehen noch dicke Fragezeichen hinter den Einsätzen von Kapitän Philip Wiese, Martin Mokris und Tomas Kraucevicius. "Philip hat erneut ein dickes Sprunggelenk. Martin hat Knieprobleme und bei Tomas lässt der Oberschenkel nur wenig zu. Wir werden kurzfristig sehen, welche Mannschaft wir auf das Feld schicken können", erklärt Grgic. Ebenfalls fehlen wird Robin Sauer, der nicht mehr für die VTZ auflaufen wird. Sauer, der kommende Runde aus beruflichen Gründen der VTZ nicht mehr zur Verfügung gestanden hätte, beendete sein Engagement vorzeitig.

Zu den Personalsorgen kommt, dass sich Vallendar nach einer kleineren Schwächephase wieder stabilisiert hat und sich auf seinen "Lieblingsgegner" freut. Dass die VTZ diesen Ruf beim HVV erlangt hat, ist auf die letzten drei Aufeinandertreffen zurückzuführen. Alle drei Partien gingen an die Löwen aus Vallendar. Ähnlich wie Grgic hat auch HVV-Coach Wolfgang Reckenthäler eine junge Mannschaft zur Verfügung, die eine famose Hinrunde gespielt hat.

Prunkstück des HVV ist dabei die Defensive, die zu den besten Abwehrreihen der Liga zählt. Im Angriff hingegen versuchen sie, mit viel Tempo Lücken für ihre schnellen und quirligen Spieler zu reißen. Aus einer insgesamt guten Mannschaft ragt Kreisläufer Oliver Lohner heraus, der in Abwehr wie im Angriff für den HVV nicht zu ersetzen ist.

Grgics Jungs sind daher am Sonntag wieder voll gefordert und müssen, unabhängig von der schlussendlichen Aufstellung, eine gute Leistung auf das Parkett zaubern, um diese Partie für sich zu entscheiden. "Ich wünsche mir für meine Jungs, dass sie einfach den Spaß am Handball wieder finden und zeigen, wieso sie zurecht den zweiten Platz innehaben."