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Für „Spiel des Jahres“ gut gerüstet

Für „Spiel des Jahres“ gut gerüstet

Drittliga-Aufsteiger SV 64 Zweibrücken steckt mitten in seiner Vorbereitung auf die neue Spielzeit. Den Ernst-Thiel-Cup nutzte die Bullacher-Truppe zum Formcheck vor dem DHB-Pokal-Spiel gegen Balingen.

Unter dem Aspekt "Vorbereitung auf das erneute Abenteuer Dritte Liga" haben sich die Handballer des SV 64 Zweibrücken beim "Ernst-Thiel-Cup" in Merzig für die neue Runde eingespielt. Dabei mussten die 64er auf zwei Juniorennationalspieler verzichten. SV-Trainer Stefan Bullacher war mit dem Härtetest kurz vor Rundenstart zufrieden. "Wir haben richtig gute Spiele abgeliefert, obwohl uns mit Jerome Müller und Björn Zintel natürlich zwei wichtige Stützen gefehlt haben."

Im ersten Spiel des Ernst-Thiel-Cups machten die Zweibrücker Löwen die Halbfinalteilnahme klar. Gegen den luxemburgischen Rekordmeister HB Dudelange setzt sich der SV 64 knapp aber verdient mit 24:22 durch. Nachdem die Partie bis zum 6:6 ausgeglichen verlaufen war, zogen die Zweibrücker bis zur 15. Minute auf 9:6 davon. Die körperlich sehr robuste Mannschaft aus Dudelange kämpfte sich allerdings in Spiel zurück und erzielte kurz vor der Pause den 12:12-Halbzeittreffer. Die ersten zehn Minuten des zweiten Durchgangs brachten dann die Vorentscheidung zugunsten der Zweibrücker Löwen, die sich auf 18:14 absetzten.

Auch im zweiten Spiel gegen den Bundesligaaufsteiger TSG Friesenheim zeigte die junge SV-Truppe eine couragierte Leistung, hielt bis zum 9:11-Zwischenstand in der 17. Spielminute ausgezeichnet mit. Dann allerdings machte sich die größere Dynamik des Erstligisten bemerkbar. In der zweiten Hälfte gelang es den Zweibrückern, das Endergebnis "unter Zehn" zu halten, obwohl die Mannschaft gerade in der Schlussphase "auf dem Zahnfleisch" ging, nachdem auch noch Neuzugang Florian Enders umgeknickt war. Am Sonntag ging es beim Ernst-Thiel-Cup des HSV Merzig-Hilbringen dann mit den Halbfinalspielen weiter. Die Zweibrücker Löwen trafen danach auf die französische Zweitliga-Spitzenmannschaft aus dem elsässischen Mulhouse.

Trotz einer Manndeckung gegen Aris Wöschler waren die Zweibrücker bis zur 12. Spielminute beim 6:7-Zwischenstand "auf Tuchfühlung", mussten dann allerdings die Mulhouser innerhalb von fünf Minuten auf 12:7 wegziehen lassen, kämpften sich allerdings auf 16:16 zurück. Die größere Routine und die größeren Kraftreserven gaben schließlich den Ausschlag zu einer letztlich noch recht klaren 27:20-Niederlage.

Im kleinen Finale gab es dann ein "Derby" zwischen dem Zweitligisten HG Saarlouis und dem Drittligisten SV 64 Zweibrücken .

Hier machte sich dann der "erwartete Kräfteverschleiß" der SVler bemerkbar. Ab der 16. Minute und dem 9:8-Zwischenstand für Saarlouis zog der Zweitligist an und bis zur Pause auf 18:11 weg. Damit war die Entscheidung gefallen, die HG Saarlouis holte schließlich durch den 29:21-Sieg den dritten Platz.

"Ich bin mit meiner Mannschaft heute sehr zufrieden", zollte SV-Trainer Stefan Bullacher seiner ersatzgeschwächten Mannschaft Respekt.

Morgen empfangen die Zweibrücker Löwen den Bundesligisten HBW Balingen /Weilstetten in der ersten Runde des DHB-Pokals. Anwurf in der Westpfalzhalle ist um 20 Uhr. "Es kommt für einen Handballer in unseren Leistungsklassen allerdings ganz selten vor, dass er einmal ein echtes Pflichtspiel gegen einen Erstligisten bestreiten kann", freut sich SV-Trainer Stefan Bullacher im Vorfeld auf das ungleiche Kräftemessen mit dem Bundesligisten.