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FSV Jägernsburg gewinnt die Stadtmeisterschaft Homburg 2020

Hallenfußball-Stadtmeisterschaft : FSV Jägersburg neuer Hallen-Stadtmeister

Der Landesligist setzt sich im Finale knapp gegen Schwarzenbach durch. Titelverteidiger FC Homburg II scheitert im Halbfinale

Vor dem Finale der 36. Homburger Stadtmeisterschaft im Hallenfußball waren die Rollen auf dem Papier klar verteilt. Landesligist FSV Jägersburg war der Favorit und Verbandsligist SV Schwarzenbach der Außenseiter. Beide Teams hatten auf dem Weg ins Finale stark aufgespielt und waren verdient ins Endspiel eingezogen, sodass die Zuschauer mit einer spannenden Partie rechneten. So kam es dann auch:

Schwarzenbachs Spielertrainer Marin Dujmovic brachte den Underdog zunächst in Führung. Der FSV Jägersburg behielt jedoch die Ruhe und drehte die Partie. Nach Toren von Steven Simon und Matthias Manderscheid gewannen die Jägersburg das Finale noch mit 2:1. Gianluca Ruoff sprach nach dem Finale von einer verdienten Stadtmeisterschaft: ,,Am ersten Tag lief es nicht so rund bei uns. Aber am Sonntag haben wir uns enorm gesteigert und uns dann auch durchgesetzt.“ Am Samstag hatte sich der FSV Jägersburg nur als Gruppenzweiter, hinter dem SV Schwarzenbach für die nächste Runde qualifiziert.

Durch den Sieg in der Stadtmeisterschaft kassierte der FSV Jägersburg 300 Euro-Prämie für die Mannschaftskasse. Die hätte der SV Schwarzenbach auch gerne eingespielt. Trainer Jens Berger haderte nach dem Endspiel etwas mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Mit Platz zwei können wir schon zufrieden sein. Aber wenn man schon im Endspiel steht, sollte man nach dem Rückstand schon mehr zeigen, um die Partie noch drehen.“

Wenn die erste Enttäuschung verflogen ist, können die Schwarzenbacher auf ein gutes Turnier zurückblicken. Im Halbfinale hatte der SV beispielsweise den Titelverteidiger FC Homburg II souverän besiegt. Die U23 des FCH wurde diesmal nach einem 5:4 im über die SG Erbach im kleinen Finale Dritter.

Insgesamt traten am Samstag zwölf Mannschaften zur Stadtmeisterschaft an. Nur acht Teams konnten die Vorrunde überstehen. Sie spielten am Sonntag zunächst die Endrunde und schließlich Halbfinale und Finale.Die ersten beiden der drei Vorrundengruppen mit jeweils vier Teams und die beiden besten Gruppendritten zogen in die Zwischenrunde ein. In der Gruppe eins setzte sich die SG Erbach vor dem SV Kirrberg, der Spielvereinigung Einöd und dem TuS Lappentascherhof durch. Die Gruppe zwei entschied das Saarlandligateam des FC Homburg II vor dem SV Reiskirchen, SV Bruchhof-Sanddorf und dem SV Beeden. Sieger der Vorrundengruppe drei wurde der SV Schwarzenbach vor dem FSV Jägersburg, dem SV Genclerbirligi Homburg und dem SC Union Homburg.

 In der Endrunde wurden am Sonntag in zwei Gruppen mit jeweils vier Mannschaften die Halbfinalisten ausgespielt. In der Gruppe A präsentierte sich das Verbandsligateam des SV Schwarzenbach mit drei Siegen (3:1 über die SpVgg Einöd, 4:0 gegen SG Erbach, 8:2 gegen SV Reiskirchen) äußerst souverän und wurde mit neun Punkten Gruppensieger. Platz zwei ging an die SG Erbach, die sechs  Punkte durch Siege über Einöd und Reiskirchen erspielte.

Die Endrundengruppe B entschied der spätere Titelträger für sich. Jägersburg behauptete sich gegen Bruchhof/Sanddorf und Kirrberg klar mit 7:1-Toren. Gegen die U23 des FC Homburg spielten die Jägersburger dann Unentschieden (2:2). Durch das 2:2 zog auch der FC Homburg II mit vier Punkten knapp als Gruppenzweiter ins Halbfinale ein.

 Für den Titelverteidiger war dann aber Endstation: Der SV Schwarzenbach ließ der U23 des FC Homburg beim 5:2-Erfolg keine Chance. Auch der FSV Jägersburg wurde seiner Favoritenrolle im Halbfinale gerecht und siegte 3:1 gegen Erbach.

Im kleinen Finale konnte der Titelverteidiger dann nochmal auftrumpfen: In einem torreichen Spiel stand es nach ständigem Auf- und Ab 3:3. Erbach nutzte dann aus, dass Homburg-Torhüter Anas Hafid einen Platzverweis kassierte und netzte zum 4:3 ein. Das Schlusswort sprach aber FCH-Spieler Valderin Drakaj, der das Spiel mit seinen zwei Treffern drehte und den 5:4-Endstand besorgte.

 Für die Ausrichtung verantwortlich war auch diesmal wieder die Schirigruppe Homburg im Auftrag des Homburger Stadtverbandes. Daniel Schmitz, Obmann der Schiri-Gruppe Homburg ,zeigte sich zufireden mit dem Ablauf aller Turniere. Neben der Stadtmeisterschaft spielten trugen die Homburger auch ein Schiedsrichterturnier, zwei Jugendturnieren und ein Frauenturnier aus. Rund 2000 Zuschauer kamen an den drei Tagen ins Erbacher Sportzentrum. ,,Mit den Besucherzahlen an den Turniertagen lagen wir Rahmen unserer Erwartungen“, sagt Schmitz. Unerfreut zeigte er sich über den Vorfall am Samstag nach dem Spiel des FC Homburg II gegen den SV Reiskirchen. Nach dem Vorrundenspiel ließ sich ein Reiskircher Zuschauer zu einer Tätlichkeit gegen den Schiedsrichter hinreißen. Der betroffene Schiedsrichter behält sich vor, gegen diesen Zuschauer Strafanzeige zu stellen.