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„Blacky” unterstützt SV64-Zweite

„Blacky” unterstützt SV64-Zweite

Handball-Weltmeister Christian Schwarzer würde gerne mit seinem Sohn auflaufen.

Prominente Verstärkung hat die zweite Mannschaft des SV 64 Zweibrücken am Sonntagabend erhalten. Im Heimspiel der Handball-Saarlandliga gegen den HC Schmelz (22:22) gab kein geringerer als Weltmeister Christian Schwarzer sein Debüt im SV-Trikot.

Der eigentliche Grund, warum "Blacky" seinen Spielerpass zum SV 64 brachte, liegt darin, dass er gerne im Laufe der Saison einmal mit seinem Sohn Kian gemeinsam in der Zweiten auflaufen wollte. Dieser allerdings ist - auch aufgrund der Verletzungsproblematik derzeit aus der ersten Mannschaft kaum mehr wegzudenken. Der zweite Grund für Schwarzers Comeback in der Saarlandliga liegt in dem Ehrgeiz, in den Spielen seiner Prominentenauswahl noch gut auszusehen. "Was nur funktioniert, wenn eine gewisse Fitness vorliegt." Und deshalb trainiert der Weltmeister von 2007 bereits seit einigen Wochen mit der SV-Zweiten. Gegen den HC Schmelz kam er in der 15. Minute - nicht auf seiner angestammten Position am Kreis, sondern im rechten Rückraum - zum Einsatz und ordnete von dort das Spielgeschehen. Beeindruckend war, wie Schwarzer gemeinsam mit Tomas Marusak und Till Wöschler den Innenblock einer 6:0-Abwehrformation bildete. Ein System, dass bei den 64ern eher selten praktiziert wird, einfach, weil das entsprechend große Spielerpersonal fehlt. Am Sonntag war es dann bei beiden Teams aber vor allem die Defensive, die Akzente setzte. Das Endergebnis von 22:22 und der Halbzeitstand von 12:12 spiegeln dies wider. Die Partie war insgesamt sehr umkämpft, keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Mit Ausnahme der Schlussviertelstunde, als es den Gästen gelang, beim 20:17 erstmals auf drei Tore davonzuziehen. Doch die SVler kämpften sich wieder heran und glichen in der Schlussminute durch Robin von Lauppert aus. Einen Treffer steuerte auch Christian Schwarzer bei, als er einen Tempogegenstoß sehenswert mit einem Trickwurf zum 16:17 abschloss. "Ich bin froh, dass uns Blacky ausgeholfen hat", freute sich SV-Trainer Klaus-Peter Weinert über die Hilfe. "Denn wir hatten in personeller Hinsicht schon einen Engpass." Immerhin konnten zahlreiche A-Jugendliche in diesem Spiel nicht mitwirken, weil sie bereits tags zuvor in der 3. Liga im Einsatz waren. So etwa Marc-Robin Eisel, Tim Schaller, Christopher Huber und Schwarzers Sohn Kian.